Nach einer XXL-Pause von fünf Wochen, in denen wegen des Iran-Krieges die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt wurden, meldete sich die Formel 1 imposant zurück. Die Regelbehörde hatte in der Zwischenzeit Reglementanpassungen verabschiedet, um den Vollgasanteil für die Fahrer zu erhöhen. Die Teams waren mit üppigen Upgrades am Start.
Nicht zuletzt Verstappen, Chefkritiker des neuen Energie-Managements in der Motorsport-Königsklasse, lobte die angenehmere Fahrweise seines Red Bull. "Licht am Ende des Tunnels" machte der Niederländer aus. Weiterer Ärger war jedoch für ihn schnell in Verzug: Die Stewards kündigten eine Untersuchung an, nachdem Verstappen bei einem frühen Stopp offenbar die weiße Linie an der Boxenausfahrt verbotenerweise überfahren hatte.
Leclerc schimpft über die Strategen
An der Spitze konnte sich Norris vor Antonelli und Piastri im zweiten McLaren festfahren. Leclerc wunderte sich indes über seinen frühen Boxenstopp, der ihn weit zurückwarf. "Wenn ihr das nächste Mal eine Entscheidung trefft, sprecht bitte mit mir. Ich bin nämlich auch hier", klagte der Monegasse.
Es war eine der kniffligsten Fragen zur Halbzeit des Rennens: Wann sollte man frische Reifen aufziehen lassen? Schließlich wurde immer wieder Regen vorhergesagt. Zunächst fuhr Antonelli an die Garage, Norris machte es ihm gleich nach. Der Italiener übernahm dann vor dem Engländer die Spitze.
"Ich habe ein Problem mit dem Getriebe, mit dem Schalthebel", funkte Antonelli auf einmal verzweifelt klingend an die Box. An seinen Rundenzeiten waren aber keine gravierenden Probleme abzulesen. Doch Norris kam ihm immer näher. Antonelli hielt seinen knappen Vorsprung aber bis zum Schluss.