Glückliches Ende Vermisste Schwimmerin vom Fichtelsee meldet sich

Einsatzkräfte der Wasserrettung suchten am Samstagabend nach einem möglicherweise untergegangenen Schwimmer im Fichtelsee bei Fichtelberg. Dabei waren auch Rettungstaucher im Einsatz. Bis zum Sonntag blieb die Suche erfolglos. Am Montag meldete sich die vermeintlich Vermisste bei der Polizei. Foto: Bauernfeind/News5

FICHTELBERG. Glückliches Ende einer Vermisstensuche: Am Montagabend meldete sich bei der Bayreuther Polizei eine 20-Jährige aus Bayreuth, wie die Polizei am Dienstagmittag mitteilte.

Sie gab den Beamten gegenüber an, dass sie am Samstagabend gegen 18 Uhr im Fichtelsee für einen Wettkampf trainierte. Sie habe auch zwei kreuzende Schwimmer gesehen und sei dann zügig ans Ufer gegenüber der Badestelle geschwommen, wo sie erwartet wurde. Da sie nach eigener Aussage einen schwarzen Neoprenanzug und eine schwarze Badekappe trug, sei sie im relativ dunklen Moorwasser des Fichtelsees schwer zu erkennen. Von dem vermissten Schwimmer und der Suchaktion hatte sie aus der Zeitung erfahren und sich deshalb bei der Polizei gemeldet.

Ausgelöst worden war die Vermisstensuche mit weit über 100 Beteiligten durch die Beobachtung von vier Wasserwachtlern, die zu dem Zeitpunkt mit einem Boot auf Routinefahrt waren. Sie sahen drei Schwimmer im Wasser, nach einer kurzen Schleife war einer der drei Köpfe nicht mehr zu sehen. Da die Szenerie ein ganzes Stück vom Ufer entfernt war, mussten sie mit dem Schlimmsten rechnen.

Auch Wasserwachtleiter Hans Joachim Seibel ist über den glücklichen Ausgang froh. "Lieber einmal umsonst gesucht, als einmal zu wenig." Seine Wasserwachtler, die Alarm geschlagen hatten, "haben alles richtig gemacht". Auch den daraus folgenden Aufwand nimmt er gelassen. Die Taucher der Wasserwacht müsste ohnehin ihre Tauchzeiten absolvieren, umso besser, wenn es unter scheinbar echten Bedingungen passiert.

Bleibt das Rätsel, warum zwei Suchhunde unabhängig voneinander als auch das Sonargerät an der gleichen Stelle angeschlagen hatten -- drei Versuche, drei Treffer.

Bei Sonar wird mit Schallimpulsen nach Objekten unter Wasser gesucht; eine relativ alte Technik, die bereits vor über 100 Jahren für den Einsatz gegen getauchte U-Boote entwickelt wurde.

Wassersuchhunde fahren im Bug eines Bootes über ein Gewässer. An der Stelle, an der jemand untergegangen ist, können sie Duftstoffe wittern, die der Untergegangene abgibt und die -- Wasserblasen vergleichbar -- an die Wasseroberfläche steigen. Vorschnelle Konsequenzen will Seibel aus den diesmal fragwürdigen Ergebnissen erst mal nicht ziehen: "Sonar und die Hunde sind die einzigen Möglichkeiten, über dem Wasser jemanden zu suchen."

 

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