Gegen 22 Uhr befuhr die Fahrerin eines Seat Arosa die Staatsstraße 2045 von Schrobenhausen kommend in Richtung Sandizell, als sie auf spiegelglatter Straße ins Schleudern geriet. Der Kleinwagen rutschte zunächst von der Fahrbahn hinunter, bevor er von dort wieder auf die Staatsstraße geschleudert wurde. Der Fahrer eines nachfolgenden SUV konnte auf der rutschigen Straße nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in die Fahrerseite des querstehenden Kleinwagen. Die junge Fahrerin wurde in ihrem Seat eingeschlossen und musste von der Feuerwehr befreit werden. Ein Intensivtransporthubschrauber der DRF Luftrettung brachte die 21-jährige Schwangere mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Der Fahrer des SUV wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

Noch während Einsatzkräfte der Feuerwehr die Staatsstraße wegen der Kollision absperrten kam es in unmittelbarer Nähe zu einem schweren Folgeunfall auf der Staatsstraße 2045. Etwa 500 Meter vor der Unfallstelle kam ein VW, vermutlich ebenfalls wegen der glatten Fahrbahn, von der Fahrbahn ab. In direkter Sichtweite zu den Einsatzkräften krachte das Fahrzeug gegen einen Baumstumpf, überschlug sich mehrfach und blieb auf dem Dach liegen, bevor er in Flammen aufging. Sofort eilten Rettungskräfte zu Fuß zu dem brennenden Fahrzeug. Sich selbst in Lebensgefahr bringend, traten sie die Heckscheibe des Fahrzeuges ein und zogen die beiden Insassen aus dem in Flammen stehenden Fahrzeugwrack.

Der Fahrer wurde nach Informationen vor Ort bei dem Unfall schwer, seine Beifahrerin leicht verletzt. Wie sich herausstellte, handelt es sich bei dem Fahrer, um den Freund der schwangeren Frau, der auch der Kindsvater des ungeborenen Babys ist. Da der junge Mann seine Freundin nicht mehr telefonisch erreichen konnte, nachdem sie sich auf den Heimweg gemacht hatte, setzte er sich ins Auto und suchte die Strecke nach ihr ab. Dabei kam es zu den dramatischen Szenen die sich auf der Staatsstraße abspielten. "Da ging es um Leben und Tod. In dieser Situation war es Glück im Unglück, dass Einsatzkräfte gerade vor Ort waren. Ansonsten wäre der Unfall weit dramatischer ausgegangen", so Leiter der Polizeiinspektion Schrobenhausen Klaus Rewitzer.