Gewinner der Wahl Bayreuther schießt Bayerns schönstes Tor

Beim Training mit seinen Teamkollegen – und sicher auch seinen Wählern: Levi Kraus. Foto: BR

Levi Kraus von den Fußball-Junioren der SpVgg Bayreuth kann von sich behaupten, im März Bayerns schönstes Tor geschossen zu haben. Er hat die Abstimmung über den „Bayerntreffer des Monats“ gewonnen.

 
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Schon die Aufnahme in die Liste der sechs Kandidaten war etwas Besonderes, und jetzt hat er sogar gewonnen: Levi Kraus von den A-Junioren der SpVgg Bayreuth ist bei der Abstimmung über den „Bayerntreffer des Monats“ im März als Sieger hervorgegangen. Wie berichtet, hatte sich der 18-Jährige im Landesliga-Spiel beim ASV Cham mit einem Treffer von der Mittellinie für die Vorauswahl empfohlen: Unmittelbar nach einem Elfmeter der Gastgeber zum 2:0 nutzte er vom Anstoß weg die Tatsache, dass der einheimische Schlussmann weit vor seinem Tor stand. Das markierte einen Wendepunkt im Spiel, denn am Ende setzten sich die um die Meisterschaft kämpfenden Altstädter noch mit 4:2 durch.

Mit einem Stimmenanteil von 33,5 Prozent gewann der Bayreuther die Wahl sogar recht deutlich vor Maximilian Drexler vom FC Bad Kötzting mit 19,8 Prozent und Gilbert Diep (SpVgg Haidhausen) mit 14,4.. Teamkollegen und Freunde haben sicher zum Erfolg beigetragen: „Das war schon ein Thema, und da wurde bestimmt auch viel abgestimmt“, sagt Kraus. Zum absoluten Höhepunkt seiner noch jungen Laufbahn will er die Auszeichnung aber nicht hochstilisieren: „Es ist ein Erlebnis, das man nicht allzu oft haben wird, und in diesem Sinn ist es auch ein Höhepunkt.“

Levi Kraus definiert sich auch nicht nur über den Fußball. Ebenso engagiert ist er als Pfadfinder bei den religiös geprägten Royal Rangers. „Schon mit sieben Jahren war ich dabei“, berichtet der heutige Gruppenleiter. „Im Mittelpunkt steht der Spaß, aber auch die Religion.“ Zu den Aktivitäten in der Gemeinschaft gehöre in der Regel auch eine Andacht.

Auch sein nächstes Ziel nach dem Ende dieser letzten Saison bei den Junioren und den anstehenden Abiturprüfungen ist nicht in erster Linie ein fußballerisches: „Mit einem Freund werde ich erst mal für ein Jahr nach Füssen gehen. Es ist bestimmt gut, mal rauszukommen.“ Ziel sei die christliche „Schule der Erweckung“. Allerdings suche er doch auch nach einem passenden Verein im Allgäu „zum Mitkicken“: „Ganz ohne Fußball zu leben, wäre für mich schon schwierig.“ Anschließend sei dann wieder eine Rückkehr nach Bayreuth geplant. „Ich betrachte das als kleine Pause“, sagt Kraus. „Für danach ist der aktuelle Plan, in Bayreuth Lehramt für Mathematik und Sport zu studieren – und gerne auch wieder bei der Altstadt zu spielen.“

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