Demonstrationen bei Dauerregen
In Bayern hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zu Demonstrationen anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz aufgerufen - in Würzburg, Deggendorf, München, Nürnberg und Kempten. Insgesamt hätten sich rund 1.700 Menschen beteiligt, sagte ein Verdi-Sprecher. Trotz Dauerregens sei es ein kraftvoller Auftakt der Proteste gewesen.
"Pflegekräfte arbeiten seit Jahren am Limit und viele Krankenhäuser kämpfen ums Überleben. Ausgerechnet jetzt dort den Rotstift anzusetzen, wo Menschen versorgt und Beschäftigte jeden Tag Übermenschliches leisten, ist das völlig falsche Signal", betonte Endres. Gute Löhne dürften kein Nachteil für Kliniken sein. "Wenn faire Tarifabschlüsse nicht mehr finanziert werden und gleichzeitig bei der Pflege gespart wird, stehen am Ende nicht nur Arbeitsplätze, sondern ganze Krankenhausstandorte auf dem Spiel. Das dürfen wir nicht zulassen."
Roloff sieht zudem die bayerische Staatsregierung in der Pflicht, die Kliniken im Freistaat zu schützen: "Die Staatsregierung darf sich nicht darauf beschränken, nach Berlin zu zeigen. Krankenhausplanung ist Ländersache. Seit Jahren schiebt sie schwierige Entscheidungen auf Landkreise und Kommunen ab, statt endlich eine verlässliche Planung für die Kliniklandschaft vorzulegen. Wer eine flächendeckende Versorgung sichern will, muss jetzt handeln und sich im Bundesrat für eine auskömmliche Finanzierung der Krankenhäuser einsetzen."