Das ist das Problem: Das Gutachten, das Volker Ulrich, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaft an der Universität Bayreuth, zusammen mit dem Ökonomen Eberhard Wille und dem Verfassungsrechtler Gregor Thüsing erstellt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass in vielen bayerischen Landkreisen für medizinische Leistungen der gesetzlich Krankenversicherten mehr ausgegeben wurde als aus dem Gesundheitsfonds ausgeschüttet wurde. Der Gesundheitsfonds ist der Topf, in den seit dem Jahr 2009 alle Krankenkassenbeiträge und Steuerzuschüsse bundesweit fließen. So waren die Ausgaben für Versicherte in den Städten Bayreuth, Weiden, Dachau, Fürstenfeldbruck, München, Nürnberg deutlich höher als die Einnahmen. Grund dafür sind zum Beispiel höhere Löhne, Mieten und Preise in diesen Städten, die medizinische Leistungen verteuern, sagte Volker Ulrich dem Kurier. Es gebe keinerlei Hinweise, dass die Mehrkosten hier auf unwirtschaftliches Arbeiten oder ineffiziente Strukturen zurückgehen.