Marktredwitz Fahrlehrer protestieren gegen Lockdown-Regelungen

Ähnlich wie in der Fahrschule Strößner in Selb sieht es auch in den anderen Fahrschulen im Fichtelgebirge aus: gähnende Lehre, weder Theorie-, noch Praxisunterricht sind aktuell erlaubt. Foto: Fahrschule Strößner

Die Fahrschulen im Fichtelgebirge dürfen durch die hohen Inzidenzwerte keinen Unterricht ausüben. Das stößt auf großes Unverständnis bei den Fahrlehrern.

Marktredwitz - Die Fahrschulen in der Region kämpfen ums Überleben. Die Lockdown-Regelungen zwingen sie dazu, geschlossen zu bleiben und weder Theorie-, noch Praxisunterricht anbieten zu dürfen. Zahlreiche Fahrlehrer aus dem Fichtelgebirge protestierten deshalb nun auf dem Gelände des TÜV Service-Centers in Marktredwitz gegen die Vorgaben.

Denn nicht nur für die Fahrschulen, sondern auch für deren Schüler entstehen durch das Unterrichtsverbot Probleme. Im Gegensatz zu Großstädten sind viele Jugendliche im Fichtelgebirge auf einen Führerschein angewiesen, um zu ihrer Arbeit oder Ausbildung zu gelangen. „Die wochenlange Pause ist absolut nicht dienlich für den Fortschritt bei Fahranfängern“, erklärt Fahrlehrer Sandro Paul. Dadurch seien im Zweifel mehr Praxis-Stunden nötig, folglich eine zusätzliche finanzielle Belastung für viele Eltern.

Die Lockdown-Regelungen stoßen bei Sandro Paul und auch allen anderen Fahrlehrern auf großes Unverständnis. Die bereits vorhandenen Hygienekonzepte der Fahrschulen wären laut Paul schließlich gut umsetzbar und würden funktionieren. Auch auf finanzielle Unterstützung seitens der Bundesregierung warten sie bisher vergeblich und viele selbstständige Fahrlehrer leben im Moment nur von angesparten Reserven.

 
 

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