Bislang besteht der "Historische Münchberg Weg" in erster Linie im Internet. Er erzählt die Geschichte der Stadt in Videoclips und Audiodateien, Bildstrecken, Karten und Texten. An 44 Stationen in der Stadt kleben Aufkleber mit QR-Codes, über die man zu den Infos im Netz weitergeleitet wird - die günstigste Lösung, um auf das Projekt hinzuweisen. Mehr war bislang nicht drin.

Das soll sich jetzt ändern, erzählt Initiator Rainer Fritsch. "Schilder, Karten, Flyer - wir denken jetzt gemeinsam mit der Stadt darüber nach, was sich alles machen lässt, um die Inhalte zu bewerben." Außerdem würden er und seine Mitstreiter vom Verein Münchbürger die digitale Schnitzeljagd auch gerne auf Englisch anbieten, für die Besucher aus dem nahegelegenen Tschechien und der Münchberger Partnerstadt Jefferson City im US-Bundesstaat Missouri.

Wie berichtet hatten sich tausende Initiativen um den Preis beworben, mit dem Google digitale Projekte in der Vereinsarbeit auszeichnet. Eine Jury hatte die 200 Kandidaten für die Endauswahl bestimmt. Es gewannen jene 100, die in einer Onlineabstimmung die meisten Stimmen auf sich vereint haben. Fritsch: "Ich habe die halbe Welt verrückt gemacht. Und es hat sich gelohnt."