Das Splittern von Holz hallt noch immer in ihren Ohren nach, ein hässliches Geräusch. In dem Moment war Tanja Müller (Name geändert) klar: „Wir haben verloren.“ In der Küche hing ein DIN A4-Blatt, von allen Familienmitgliedern unterschrieben. Ein „Vertrag“, den sie gemeinsam aufgesetzt hatten. „Vor der Schule und ab 21 Uhr kein Handy mehr“, stand da zum Beispiel. Und: „Keine Wutausbrüche.“ Bei Verstößen drohten Konsequenzen: Internetverbot. Frühstück richten für alle. „Wir hätten uns das sparen können“, sagt Müller rückblickend und schüttelt den Kopf. Ihre Söhne, damals im Teenageralter, hielten dem digitalen Sog nicht stand.
Generation Smartphone Der Kampf ums Abschalten
Nadja Otterbach 27.04.2026 - 09:00 Uhr