Das Splittern von Holz hallt noch immer in ihren Ohren nach, ein hässliches Geräusch. In dem Moment war Tanja Müller (Name geändert) klar: „Wir haben verloren.“ In der Küche hing ein DIN A4-Blatt, von allen Familienmitgliedern unterschrieben. Ein „Vertrag“, den sie gemeinsam aufgesetzt hatten. „Vor der Schule und ab 21 Uhr kein Handy mehr“, stand da zum Beispiel. Und: „Keine Wutausbrüche.“ Bei Verstößen drohten Konsequenzen: Internetverbot. Frühstück richten für alle. „Wir hätten uns das sparen können“, sagt Müller rückblickend und schüttelt den Kopf. Ihre Söhne, damals im Teenageralter, hielten dem digitalen Sog nicht stand.