Betroffen sei in größerem Stil die Heinrich-Benno-Schäffler-Stiftung, aber auch beim WUN Immobilien Kommunalunternehmen (KU) habe man Unregelmäßigkeiten festgestellt, erklärt Bürgermeister Nicolas Lahovnik, Vorsitzender der Stiftung sowie des KU-Verwaltungsrats.

Die Heinrich-Benno-Schäffler-Stiftung verwaltet das Immobilienvermögen des gleichnamigen Ehrenbürgers der Stadt, Monsignore Schäffler, und unterstützt gemeinnützige Zweck mit mehreren Tausend Euro pro Jahr.

Am Montag beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft Akten der Stiftung und des KU, aber auch die Wohnung des Beschuldigten wurde durchsucht. Bemerkenswert ist: Genau der KU-Mitarbeiter, der das Stiftungsvermögen für die Allgemeinheit verwalten sollte, soll es beiseitegeschafft haben, um sich selbst zu bereichern.

Lahovnik schätzt den Schaden auf rund 80.000 Euro – „ein nicht unerheblicher fünfstelligen Betrag“. Zum großen Teil sei die Stiftung betroffen, kleinere Summen fehlten aber auch beim KU.

Hier wie dort habe sich der Beschuldigte „mehrfach über Jahre bedient“, erklärt der Bürgermeister: „Ich bin erschüttert.“ Derartige Vorfälle seien ihm zwar aus anderen Orten bekannt, aber „nicht bei uns“, sagt Lahovnik. Zumal in der Wunsiedler Verwaltung bei finanziellen Dingen immer das Vier-Augen-Prinzip gelte. „Es deutet einiges darauf hin, dass der beschuldigte Mitarbeiter das System mit großer Akribie über Jahre ausgehebelt haben muss.“