Allerdings benötige es auch "verlässliche und auskömmliche regulatorische Rahmenbedingungen", um die kostspielige postalische Versorgung Deutschlands erbringen zu können, sagte Meyer. Als sogenannter Universaldienstleister muss sich die Firma an Regeln halten: so muss sie mindestens 12.000 Filialen haben und Briefkästen müssen gut erreichbar sein. Außerdem darf sie das Briefporto nur mit staatlicher Zustimmung erhöhen. Aus Sicht des gelben Riesen fällt der bewilligte Preisaufschlag immer wieder zu niedrig aus.
Eintragung im Handelsregister im Spätsommer
Das deutsche Briefgeschäft ist für den Logistiker eher ein Sorgenkind: Im Digitalzeitalter verschicken die Menschen und Firmen immer weniger Briefe, da sie stärker auf digitale Kommunikation setzen. Im ersten Quartal 2026 sackte der Betriebsgewinn im Stammgeschäft deutlich ab und die transportierte Briefmenge brach um rund 13 Prozent ein.
Aus der Politik kam Kritik an dem Vorhaben des Postdienstleisters, sich auf Konzernebene von seinem historischen Namen zu trennen. "Ich finde es schwer verständlich und auch schade, dass sich die Deutsche Post im internationalen Bereich von dieser starken Marke trennt und sie nur noch in Deutschland nutzt", sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Roloff.