"Gehen wir überhaupt noch mit offenen Augen durch die Umwelt?" Unbekannte sprühen Hakenkreuze an Wand

Ein Kurier-Leser hat an einer Wand am Roten Main in der Nähe der Hindenburgstraße Hakenkreuz-Schmierereien entdeckt und in einer Mail an den Kurier die Frage gestellt: „Gehen uns die verbotenen Symbole unserer düsteren Vergangenheit nichts mehr an, obwohl sich zum Glück überall Widerstand gegen rechtes Gedankengut und Auftreten regt? Gehen wir überhaupt noch mit offenen Augen durch die Umwelt?"

 Foto: red

Der Pressesprecher der Bayreuther Polizei, Alexander Kollroß, sagt auf Nachfrage des Kuriers, dass die Schmierereien bei der Polizei noch nicht angezeigt gewesen seien. Sofort sei eine Streife zu der Stelle geschickt worden. „Wir nehmen die Sache auf, machen Bilder und versuchen, Kontakt zu dem Geschädigten aufzunehmen. Ziel ist es auch, einen Sachschaden zu ermitteln.“

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Laut Kollroß lege man den Geschädigten nahe, die Wand so schnell wie möglich tünchen zu lassen – um Nachahmer abzuhalten. „Das Vorgehen ist seit Jahren in der Stadt üblich, seit es einen runden Tisch zum Thema Graffiti gab.“

Graffiti in der Form von Kritzeleien ohne künstlerischen Anspruch hätten in der jüngsten Zeit zugenommen, Hakenkreuz-Schmierereien seien „zum Glück nur sehr vereinzelt“ zu verzeichnen, sagt Kollroß.

wah