Gehalt und Arbeitszeiten BRK Bayreuth erhöht Druck im Tarifstreit

Der Bayreuther Kreisverband setzt mit einer Petition und einer Fotoaktion ein Zeichen. Was die Gewerkschaft Verdi konkret fordert.

Beschäftigte des BRK Bayreuth setzen mit dieser Fotoaktion und einer Petition ein Zeichen vor der dritten Tarifverhandlungsrunde. Foto: Verdi

Beschäftigte des BRK-Kreisverbands Bayreuth setzen mit Petition und Fotoaktion „ein Zeichen für faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen“, meldet die Dienstleistungs-Gewerkschaft Verdi am Freitag.

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Am heutigen 27. März findet die dritte Tarifverhandlungsrunde statt. Mit der Aktion wenden sich die BRK-Mitarbeitendengegen drohende Reallohnverluste und eine weitere Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen.

Laut Verdi hat die Arbeitgeberseite bisher noch kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt und nimmt angesichts der anhaltenden Teuerung reale Einkommensverluste für die Beschäftigten in Kauf. Gleichzeitig stehen Maßnahmen im Raum, die zu längeren und belastenderen Arbeitszeiten führen können.

Vielfältige Tätigkeiten im Bayreuther Kreisverband

Im BRK Kreisverband Bayreuth zeigt sich besonders deutlich, wie vielfältig die Tätigkeitsbereiche sind: Neben dem Rettungsdienst arbeiten hier Menschen in der Pflege, in sozialen Diensten und der Kinderbetreuung, in Verwaltung und Organisation sowie in technischen Bereichen. Diese Vielfalt stellt besondere Anforderungen an einen gerechten und zukunftsfähigen Tarifvertrag.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten täglich in ganz unterschiedlichen Bereichen unverzichtbare Arbeit – vom Rettungsdienst über die Pflege bis hin zu Verwaltung und Technik. Diese Vielfalt muss sich auch in fairen Arbeitsbedingungen und einer angemessenen Bezahlung widerspiegeln“, betont Personalratsvorsitzender Alexander Pscherer. „Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten können wir es uns nicht leisten, dass ganze Berufsgruppen im BRK finanziell zurückfallen.“

Ein zentrales Signal setzen die Beschäftigten mit ihrer Petition, die innerhalb kurzer Zeit auf breite Unterstützung gestoßen ist. „Die große Beteiligung zeigt, wie hoch der Handlungsdruck ist. Die Kolleginnen und Kollegen stehen geschlossen hinter den Forderungen und erwarten spürbare Verbesserungen“, sagt der zuständige Gewerkschaftssekretär Maik Schaarschmidt.

Auch Streit um Arbeitszeiten im Rettungsdienst

Neben dem Gehalt bleibt auch die Arbeitszeit im Rettungsdienst ein zentraler Streitpunkt. Die Beschäftigten fordern Entlastung statt weiterer Verdichtung. „Gute Arbeit braucht gesunde Arbeitsbedingungen. Es geht nicht nur um Bezahlung, sondern auch um verlässliche Arbeitszeiten, die mit dem Privatleben vereinbar sind.“

Mit Blick auf die kommenden Verhandlungen machen die Beschäftigten deutlich, dass sie ein ernsthaftes Entgegenkommen erwarten: „Die aktuelle wirtschaftliche Lage trifft uns alle. Umso wichtiger ist ein Tarifabschluss, der die Realität der Beschäftigten anerkennt – mit fairen Löhnen, besseren Bedingungen und Perspektiven für alle Berufsgruppen im BRK“, bekräftigt Pscherer.

Das sind die Forderungen

Verdi fordert unter anderem eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 200 Euro sowie eine Vorteilsregelung in Form eines freien Gesundheitstags. Darüber hinaus wird eine stärkere Angleichung an die Regelungen des öffentlichen Dienstes angestrebt.

Die dritte Verhandlungsrunde wird zeigen, ob die Arbeitgeberseite bereit ist, auf die berechtigten Forderungen der Beschäftigten einzugehen.