Nur drei Tore in der letzten Viertelstunde waren letztlich zu wenig, um den Oberbayerinnen den Schneid abzukaufen, und so standen die Haspo-Damen auch im zweiten Heimspiel des Jahres ohne Punkte da. Im Gegensatz zur Niederlage gegen den TSV Haunstetten II (25:26) war es jedoch das erwartete Ergebnis, denn Würm-Mitte hatte zuvor nur beim 29:29 gegen den HSV Bergtheim einen Zähler liegen lassen.

Nachdem seine Mannschaft über 60 Minuten aufopferungsvoll gekämpft hatte, waren die Gefühle bei Prediger gemischt: „Das war eines unserer besten Spiele in dieser Saison. Die Mädels haben das Erarbeitete aus der Trainingswoche gut umgesetzt und klasse gespielt. Hätten wir nicht ganz so viele Chancen vergeben, dann hätten wir sogar etwas Zählbares mitgenommen.“ Anfangs sah alles so aus, als würde die Begegnung ihren erwarteten Verlauf nehmen, denn die Gäste erspielten sich nach 13 Minuten die erste komfortable Führung (8:4). Haspo kämpfte sich aber ins Spiel und verkürzte auf 8:9 (19.). Auch beim 12:14 zur Pause war noch alles offen. Lediglich die zehnfache Torschützin Belma Beba im Gästerückraum bekam die Bayreuther Defensive nicht in den Griff.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier, wobei Haspo nach 35 Minuten den 16:16-Ausgleich erzielte und nun auf Augenhöhe mit dem haushohen Favoriten war. Die mit acht Treffern beste Bayreuther Torschützin, Elena Kerling, sorgte per Siebenmeter knapp eine Viertelstunde vor Schluss sogar für die umjubelte 21:20-Führung – die erste seit dem 1:0 und zugleich die letzte. Denn im Anschluss blieben die Bayreutherinnen neun Minuten ohne Tor, und die Gäste nutzten die Gelegenheit, um das Geschehen zu ihren Gunsten zu drehen (24:21/54.). Dass es für Haspo am Ende nicht wenigstens zu einem Punkt reichte, lag auch an drei vergebenen hochkarätigen Chancen in den letzten Minuten.

Haspo Bayreuth: Benz, Goetjes – Brahm (1), Dörfler, Kutzschmar (4), Kerling (8/3), Hall, Ruckriegel (1), Lindner, Eckert (1), Koppold (7/1), Duchon (2), Siebert, Wülfert.