Gegen den Titelfavoriten Altstadt will Türkgücü heißen Tanz liefern

Wird immer mehr zum Aktivposten im Altstädter Angriff: Christoph Fenninger (gelbes Trikot) harmoniert derzeit mit seinem Sturmpartner Ivan Knezevic prächtig. Foto: Peter Kolb

FUßBALL. Die Zielsetzung der viertplatzierten und seit sechs Punktspielen unbesiegten SpVgg Bayreuth ist klar: „Wir werden unserem Gegner einen heißen Tanz liefern“, verspricht der Altstädter Trainer Timo Rost vor der Topbegegnung des neunten Spieltags der Regionalliga Bayern (Freitag, 18 Uhr, Hans-Walter-Wild-Stadion) mit dem einen Rang davor postierten Titelfavoriten Türkgücü München.

Die Altstädter wissen, was auf sie zukommt. „Wir werden gut vorbereitet in diese Partie gehen. Und wir werden versuchen, vor einer hoffentlich guten Kulisse wieder unser Spiel durchzuziehen. Unsere Fans werden uns zusätzlich Körner geben. Wir werden alles reinhauen“, macht Rost klar, der am Donnerstag seinen 41. Geburtstag feiert und sicher nichts gegen ein verspätetes Geschenk seiner Mannschaft in Form von drei Punkten hätte.

Es wird das Aufeinandertreffen des besten Angriffs der Liga mit der viertbesten Abwehrreihe mit neun Gegentreffern. Von ihren bislang 19 erzielten Toren markierten die Altstädter alleine in den letzten drei Spielen elf. Sechsmal trug sich Anton Makarenko in die Torschützenliste ein, doch ausgerechnet hinter dem Einsatz des 31-Jährigen steht nach wie vor ein dickes Fragezeichen. Bekanntlich musste der Kapitän im jüngsten Treffen mit dem TSV 1860 Rosenheim mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden.

Fragezeichen hinter Makarenko-Einsatz

„Unsere medizinische Abteilung tut alles, um ihn fit zu bekommen“, sagt Rost, „doch falls es nicht reichen sollte, muss uns auch nicht bange sein. Wenngleich es ein herber Ausfall wäre“. Der Übungsleiter verweist aber auf die Neuzugänge Sascha Marinkovic, Tim Sulmer und Christopher Kracun sowie Marcel Schiller. „Alle sind in der Lage, in die Fußstapfen zu treten. Und vielleicht probieren wir ja auch einmal etwas anderes aus“, wollte sich Rost nicht in die Karten schauen lassen.

Personell sieht es bis auf die Hängepartie Makarenko gut aus, Rost hat alle Mann an Bord. Der vom TSV 1860 München gekommene Neuzugang Kodjovi Koussou befindet sich nach seinem Bänderriss im Aufbautraining. „Für einen Einsatz kommt es aber noch wenig früh“, sagt Rost und hofft darauf, den 27-jährigen Außenbahnspieler eventuell zum Gastspiel in Eichstätt (7. September ) oder zum Kräftemessen mit Neuling TSV Aubstadt (14. September) wieder zur Verfügung zu haben.

Türkgücü zuletzt mit drei Siegen in Folge

Auf Seiten der Gäste ist man mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. „Wir haben als Ziel ausgegeben, im oberen Drittel mitzuspielen“, sagt der vom Kaderplaner zum Geschäftsführer aufgestiegene Robert Hettich (44), „und das haben wir bis dato erreicht“. Das neu formierte Team, so der ehemalige Pressesprecher und Teammanager des TSV 1860 München, werde von Woche zu Woche stabiler, was auch daran liege, dass die Verletzten jetzt langsam zurück kommen.

Sechs Siege verbuchte der Aufsteiger bislang, zuletzt ging die Mannschaft von Trainer Rainer Maurer (59) dreimal mit der vollen Ausbeute vom Platz (3:2 gegen FC Augsburg II, 2:0 in Illertissen und 2:0 im Topspiel gegen die U 21 des 1. FC Nürnberg). Zweimal ging der souveräne Meister der Bayernliga Süd freilich auch leer aus, verlor 0:2 in Garching und 1:2 beim TSV Buchbach. Dem Vergleich mit den Altstädtern blickt Hettich gespannt entgegen. „Immerhin geht es gegen eine Mannschaft, die auch ganz oben mitspielen will.“

Nur noch vier Spieler aus der Vorsaison

Vom letztjährigen Kader sind gerade einmal vier Spieler, darunter der langjährige Kapitän Yasin Yilmaz, noch in der Regionalliga vertreten, nicht weniger als 23 Neuzugänge wurden präsentiert. Dabei auch Ex-Profis wie Innenverteidiger Mario Erb, Angreifer Karl-Heinz Lappe oder Mittelfeldspieler Marco Holz und zuletzt den 21-jährigen türkischen U 21-Nationalspieler Ilker Yüksel. Wie Hettich dem Kurier gegenüber erklärte, seien die Personalien damit abgeschlossen, wenngleich sich das Transferfenster in Deutschland bekanntlich erst am kommenden Montag schließt.

Markus Einsiedler SpVgg-Trainingsgast

Nicht ausgeschlossen, dass sich hingegen bei den Altstädtern noch etwas tut. Jedenfalls wurde beim auf dem SpVgg-Trainingsgelände beim Post-SV Bayreuth Markus Einsiedler gesichtet. Der 30-Jährige Stürmer, der alleine in der vergangenen Spielzeit in 26 Partien für den Ligakonkurrenten TSV 1860 Rosenheim zwölf Tore und drei Vorlagen verbuchte, ist derzeit vereinslos. Kurz vor dem Saisonstart verließ der 1,89 m große Angreifer nach acht Jahren in Rosenheim zusammen mit seinem Teamkollegen Philipp Maier den Verein. „Beide wollen sich noch einmal einer neuen sportlichen Herausforderung stellen“, hieß es von TSV-Seite.

Neue Tribüne soll in Gelb erstrahlen

Die Altstädter Verantwortlichen hoffen am Freitag auf eine stimmungsvolle Kulisse. Und auf eine farbige Gegentribüne. Alle Zuschauer, die ihren Platz dort suchen, werden gebeten, ein gelbes Trikot oder T-Shirt zu tragen.

 

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