Für die Gefreeser ist es lang ersehnte Pflicht: Denn der Wiesenfestmontag beginnt stets am Denkmal auf der Luitpoldhöhe. Dann wird dorthin zum Frühschoppen gepilgert und vor Ort werden die Decken ausgebreitet. Die Festkapelle „Die Stammheimer“ sorgt für die passende Stimmung. Bevor man dann gegen 11 Uhr über die Metzlersreuther Straße wieder in die Stadt zurückzieht. „Den Frühschoppen gibt es seit 1890“, berichtet Markus Thoma, Vorsitzender des Historischen Forums. Damals war der Bau des Denkmals abgeschlossen und zur Einweihung wurde am Wiesenfestmontag ein Frühschoppen abgehalten – das wurde dann einfach beibehalten. Seitdem trifft sich ganz Gefrees dort, denn wer es möglich machen kann, nimmt Urlaub. Wenn nach dem Zug vom Denkmal in die Stadt alle am Marktplatz angekommen sind, gibt es dort ein Tänzchen, bevor sich alle an den Straßenrändern verteilen, weil der Festzug der Kinder folgt. Die Kapelle „Die Stammheimer“ ist auch hier seit über 20 Jahren fester Bestandteil. „Die gehören zum Inventar“, sagt Bürgermeister Oliver Dietel. Auch bei der jungen Generation kommt der traditionelle Frühschoppen gut an: „Dass die Stimmung ist immer gut“, sagt Larissa aus Zettlitz bei Gefrees. Nach dem Festzug der Kinder und ihren Auftritten auf dem Sportplatz, beginnt der Wiesenfest-Endspurt. Wobei Bürgermeister Oliver Dietel, auch das gehört in Gefrees dazu, von einigen während des Festzugs geschnappt und im Marktplatzbrunnen gebadet wird. Turnvereins-Vorsitzender Jürgen Wolfrum zieht eine positive Bilanz und meint, dass man wegen des optimalen Wetters die 200-Hektoliter-Grenze bei Getränken aller Art geknackt haben dürfte.