Mann und Vater müssen in den Krieg
Wenn sie von dem Krieg und der Zerstörung erzählt, versucht Alexandra Mykhailova mit fester Stimme zu sprechen. Sie berichtet von zerstörten Häusern und Bomben. Auch das Wohnhaus, wo sie und ihr Mann Konstantin mit ihrem Sohn lebten, wurde getroffen. Ihr Mann, der als Regisseur bei einem Fernsehsender arbeitet, durfte das Land nicht verlassen: „Er ist derzeit im Westen der Ukraine. Er hat keine Militärerfahrung und noch nie eine Waffe in der Hand gehalten“, sagt die junge Frau. Mit ihrem Mann hat Alexandra Mykhailova täglich telefonischen Kontakt. Nicht so mit ihren Eltern, die in Mariupol leben: „Ich habe sie seit zehn Tagen nicht mehr erreicht“, sagt sie und kann die Tränen nicht mehr aufhalten, ebenso wie Carina Ruff, der das Mitgefühl in den Augen steht.