Gefährliche Haltestellen Nach Kurier-Serie im November: Gemeinde Heinersreuth baut neuen Weg

Von Heike Hampl

Schulwegsicherheit. Diesem Thema widmete sich der Kurier im vergangenen November in der Serie „Sicher zur Schule". Die vorgestellte Gefahrenstelle in der Gemeinde Heinersreuth wird jetzt entschärft. Seit der Serie wenden sich immer wieder Leser an den Kurier und melden gefährliche Schulwege.

Ein Leser hat sich an den Kurier gewandt. Er schätzt die Haltestelle in Allersdorf als gefährlich ein. Foto: Wittek Foto: red

Susanne Rosenauer kann aufatmen. Sie wird ihre vier Kinder bald auf sicherem Weg zur Schule bringen. Die Gemeinde Heinersreuth baut einen Fußweg von der Austraße hinunter nach Altenplos, bis zur Ampel.

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Im November hatte der Kurier die Familie vorgestellt. Jeden Tag muss sie die B85 zwischen Altenplos und Heinersreuth queren. Linksabbiegerspuren, keine Verkehrsinsel, kein Gehweg. Die Gemeinde hatte bereits vor Jahren beim Staatlichen Bauamt beantragt, das Ortsschild zu versetzen, damit an der Austraße keine 80 Kilolometer in der Stunde mehr erlaubt sind. Nichts war passiert.

Jetzt baut die Gemeinde einen Weg. Die Verwaltung kann die Kosten noch nicht schätzen. Die Eigentümer jedenfalls stellen ihre Grundstücke kostenlos zur Verfügung. Die Gemeinde muss nur einige Vereinbarungen mit den Eigentümern treffen. Am heutigen Freitagsabend entscheidet der Gemeinderat darüber, wie die aussehen werden. Im Frühjahr soll der Bau beginnen. Der Weg wird geschottert und im Winder geräumt.

Es braucht einen Stein des Anstoßes, bis die Behörden reagieren und die Sicherheit verbessern. Seit der Kurier-Serie „Sicher zu Schule“ wenden sich immer wieder Leser an die Zeitung, die gefährliche Stellen melden. Etwa in Allersdorf bei Bindlach. Dort führt eine Staatsstraße durch den Ort. Die Bushaltestelle ist unbeleuchtet. Kinder müssen über die Straße. Die Haltestelle ist kurz hinter dem Ortsschild. „Viele Autofahrer sind bei der Haltestelle noch zu schnell dran“, sagt Alexander Burkhardt aus Allersdorf. 

Wenn Bürger bemerken, dass ein Schulweg gefährlich ist, wenden sie sich am besten zuerst an die Gemeinde. „Wir wissen vom Fall Allersdorf gar nichts“, sagt Karl-Heinz Maisel, Verwaltungsleiter in Bindlach. Bekommt die Gemeinde einen Hinweis aus der Bevölkerung, dann prüft sie ihn. Liegt die Haltestelle außerorts, prüft das Landratsamt. Erst nach den Hinweisen kann sich etwas ändern.