90 Jahre alt ist Warter nun. Neun Jahrzehnte, die er komplett in Creußen verbracht hat. Mit Frau und Kindern. Nennt sich einen „ewigen Creußner“, der nie wegwollte, weil „bei uns ist es doch schön.“ Angefangen hat für ihn alles am „Marktplatz oben, da wo der Seyffarth heute sein Ausstellungshaus hat.“ Sein Berufsleben startete er als Schreinerlehrling. Musste die Ausbildung mit 17 Jahren wegen schwerem Gelenkrheumatismus abbrechen. Dann also die Umschulung auf technischer Zeichner: „Das lag mir einfach.“ Aber, sagt Emil Warter, „ich liebe Stress – fange immer vier Sachen auf einmal an.“ So war er nebenher 25 Jahre Feldgeschworener, hat Vermessungen um Creußen herum gemacht. Auch das Wohnhaus der Familie hat er selbst entworfen und gebaut. Ein Unterfangen, sagt der Jubilar, dass das Ehepaar Warter nur wegen der Freunde vom Tischtennisclub so gut meistern habe können.