Pottenstein auch was für die Gartenschau tun

Diese Woche ist Pottenstein an der Reihe. "Das Interesse der Besucher ist groß", sagt Horst Weißenberger vom Pottensteiner Verkehrsamt. Vor allem Familien und Besuchergruppen erkundigten sich, was in Pottenstein so alles geboten ist. "Wir wollen den Leuten einen Anreiz geben, raus in die Natur zu gehen", sagt Weißenberger. Dabei wolle Pottenstein nicht nur von der Werbung auf der Gartenschau profitieren. "Das soll ein Geben und Nehmen sein." Zu Hause in Pottenstein werbe man ebenso für die Gartenschau.

Für Katharina Funk, die den Mainauenhof betreut, steht im Vordergrund, dass die Region etwas von der Gartenschau hat. Ausschlaggebend ist, wie eine Außenstelle sich in ihrer Woche im Mainauenhof präsentiert. "Die machen das alle sehr gut", sagt Funk. "Alle sind mit sehr viel Engagement dabei." Die Auftritte der Außenstellen wurden im Mai für das ganze Jahr geplant. "Es ist kaum etwas dabei, was sich wiederholt", sagt die Leiterin des Mainauenhofes.

Bad Berneck hat eindeutig mehr Besucher im Ort

Von Bayreuth hoch ins Fichtelgebirge - fahren die Gartenschaubesucher wirklich so weit raus? "Ich habe eindeutig mehr Laufkundschaft im Ort", sagt Gerald Jung vom Stadtmarketing in Bad Berneck, das mit seinem Kurpark eine Außenstelle hat. Das Tourismusbüro gebe deutlich mehr Stadtpläne und Broschüren raus als in den Jahren zuvor. Viele Besucher fragten auch nach dem dendrologischen Garten. "Das hatten wir in der Form vorher nicht", sagt Jung.

Himmelkron schafft es sogar in die ADAC-Reisetipps

Himmelkron ist mit seiner Lindenallee Teil der Landesgartenschau. "Wir haben eine deutlich höhere Nachfrage", sagt Reinhard Stelzer vom dortigen Kulturamt. "Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind vielleicht ein Drittel mehr Leute da." Dabei kommt der Auftritt von Himmelkron auf der Gartenschau in der letzten Augustwoche erst noch. Stelzer wertet es auch als Nebeneffekt der Präsenz auf der Gartenschau, dass die Baille-Maille-Allee heuer im aktuellen ADAC-Heft als Empfehlung für einen Zwischenhalt auf dem Weg in den Urlaub aufgetaucht ist.

Eckersdorf: Endlich mit den eigenen Pfungen wuchern

Eckersdorf hat kürzlich im Mainauenhof vor allem für Schloss Fantaise geworben. "Die Gartenschau gibt uns die Möglichkeit, mal richtig mit unseren Pfunden zu wuchern", sagt Bürgermeisterin Sybille Pichl. "Wir können definitiv mehr Aufmerksamkeit auf uns ziehen." Die Zusammenarbeit mit der Gartenschau laufe reibungslos. Pichl weiter: "Ein großer Pluspunkt ist dabei die Tatsache, dass man mit seiner LGS-Eintrittskarte die ganze Saison über freien Eintritt in Schloss Fantaisie erhält."

Grassemann: Gartenschau wertet die Einrichtung auf

Eine der weiter entfernten Außenstellen ist das Freilandmuseum Grassemann. "Der Status als LGS-Außenstelle wertet unsere Einrichtung auf", sagt Karen Görner-Gütling vom Trägerverein Naturpark Fichtelgebirge. "Auch wenn deswegen nicht massenweise mehr Besucher kommen." Es gebe keine Erhebung, aus welchem Grund jemand ins Freilandmuseum komme. Manche Besucher erkundigten sich aber gezielt nach dem Status als Gartenschau-Außenstelle. "Es sind meist Besucher, die sowieso gekommen wären, unsere Einrichtung dadurch aber aufgewertet sehen", sagt Görner Gütling.

Das Konzept der Außenstellen hat man sich in Bayreuth von anderen Landes- und Bundesgartenschauen abgeschaut. "Es läuft sehr gut", sagt Katharina Funk, die sich bei allen 15 Partnern im Juni eine erste Rückmeldung geholt hat. Sogar das Kräuterdorf Nagel - fast 40 Kilometer entfernt - meldete zurück, dass es gleich nach der Eröffnung "viel mehr Zuspruch" gegeben habe. "Die Resonanz ist etwa das Dreifache im Vergleich zu 2015."

Info: Eine Liste der 15 Außenstellen gibt es auf der Internetseite der Landesgartenschau.

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