Ganztägige Aktion Neuer Streik trifft Bayreuther Busverkehr

Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Dienstag, 14. April, einen ganztägigen Warnstreik im Bayreuther Stadtbusverkehr angekündigt. Die Stadtwerke Bayreuth reagieren mit einem eingeschränkten Fahrplan.

Die Gewerkschaft Verdi hatte bereits für Freitag und Samstag, 10. und 11. April, zu ganztägigen Warnstreiks im Stadtbusverkehr aufgerufen. Am Freitag demonstrierten Mitarbeiter in Bayreuth. Foto: Minou Heller

Für diesen Dienstag, 14. April, hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu einem ganztägigen Warnstreik im ÖPNV aufgerufen. Auch der Bayreuther Stadtbusverkehr ist betroffen. Fahrgäste müssen daher mit deutlichen Einschränkungen rechnen. Das teilen die Stadtwerke Bayreuth am Montagvormittag mit.

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Laut Mitteilung können die Stadtwerke durch die Unterstützung externer Partnerunternehmen jedoch rund die Hälfte ihres Angebots aufrechterhalten. Die Regionalbuslinien im Umland (unter anderem 328, 372, 378) sowie die Regionalzüge (zum Beispiel RB34) fahren demnach regulär. Welche Fahrten trotz Streik stattfinden, ist im Streikfahrplan auf der Webseite der Stadtwerke Bayreuth einsehbar.

Stadtwerke Bayreuth richten Hinweis an Fahrgäste

Die Stadtwerke wollen die Informationen fortlaufend aktualisieren. Sie bitten alle Fahrgäste dringend, vor Fahrtantritt den Streikfahrplan online zu prüfen. Das Kundencenter Verkehr an der ZOH bleibe am Dienstag geöffnet – die Erreichbarkeit könne jedoch eingeschränkt sein.

Die elektronische Fahrplanauskunft des VGN (vgn.de und VGN-App) wird laut den Stadtwerken voraussichtlich erst ab Dienstagmorgen die tatsächlichen Fahrzeiten korrekt anzeigen. Andere Apps – etwa die der Deutschen Bahn – bildeten kurzfristige Änderungen erfahrungsgemäß nicht zuverlässig ab. Die Stadtwerke empfehlen, bei der Verbindungssuche auch alternative Haltestellen oder Start- und Zielpunkte zu berücksichtigen.

Stadtwerke-Geschäftsführer hält Forderungen für unrealistisch

„Wir wissen, dass die Situation für viele Menschen sehr belastend ist, und bitten um Verständnis. Auch auf den Linien, die fahren, kann es zu Verspätungen und hoher Auslastung kommen“, sagt Stadtwerke-Pressesprecher Jan Koch. Alle anderen Bereiche der Stadtwerke arbeiten ihm zufolge wie gewohnt: Verwaltung, Parkeinrichtungen, Lohengrin-Therme, Stadtbad, Kundencenter Energie und Wasser sowie die Energie und Wasserversorgung seien nicht vom Streik betroffen.

Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Rützel hofft laut Mitteilung auf eine baldige Lösung im Tarifkonflikt: „Unser Unternehmen und unsere Fahrgäste wurden bereits mehrfach bestreikt, und nun kommt ein weiterer Tag hinzu. Jeder zusätzliche Ausfall trifft die Menschen in Bayreuth, die auf den Bus angewiesen sind. Eine zügige Einigung wäre im Interesse aller.“ Die Stadtwerke schätzten die Leistung der Beschäftigten und sehen die Notwendigkeit attraktiver Arbeitsbedingungen: „Unsere Mitarbeitenden leisten hervorragende Arbeit, und Verbesserungen sind grundsätzlich richtig. Sie müssen jedoch in einem Rahmen erfolgen, der für die Verkehrsunternehmen noch tragbar ist.“

Die unveränderten Forderungen der Gewerkschaft bereiteten ihm große Sorgen: „Würden sie vollständig umgesetzt, würden unsere Personalkosten im Verkehrsbetrieb um rund 25 Prozent steigen – das wären etwa 1,5 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr. Unser ohnehin bestehendes Defizit von derzeit etwa vier Millionen Euro würde auf 5,5 Millionen anwachsen. Das ist für uns schlicht nicht finanzierbar. Diese Zahlen müssen in den Verhandlungen berücksichtigt werden, denn es geht auch um die Zukunft eines funktionierenden ÖPNV in Bayreuth.“