Center-Manager Thomas Thal bestätigte den Verkauf und bezeichnete die weitere Entwicklung als insgesamt positiv. An den Mietverhältnissen werde sich aktuell nichts ändern, denn die Verträge seien längerfristig angelegt.

Das Einkaufszentrum bietet auf insgesamt 16.000 Quadratmetern auf drei Etagen mehr als 30 Fachgeschäfte, ein Parkhaus mit 940 Stellplätzen ist integriert. Die Einkaufsmeile wurde 1999 auf dem Gelände der ehemaligen Spinnerei im Herzen der Stadt eröffnet. Große Mieter sind Kaufland, H&M und Adler. Die Handelsflächen sind weitgehend vermietet. Anders sieht es bei den darüberliegenden Büroflächen aus, von denen Teile die Arbeitsagentur Kulmbach belegt.

Neue Eigentümer wollen Objekt weiter erfolgreich betreiben

„Anterra“ hatte bereits Ende 2013 die brachliegenden Teile der ehemaligen Spinnerei an die Stadt veräußert. Nun gingen auch die restlichen Immobilien in Kulmbach über den Tisch. Dazu gehört das Fritz, der ehemalige Sitz der Landeszentralbank im Kressenstein sowie etwa 1,5 Hektar auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes in Kulmbach. Die Hauptverwaltung und das Management von „Futura“ befinden sich in den Niederlanden in Den Helder. Auf deren Homepage hieß es, man werde das Objekt weiter erfolgreich betreiben und die Auslastung der gesamten Mietflächen optimieren. Presseauskünfte waren gestern weder vom Käufer noch vom Verkäufer zu erhalten.

„Die Verkaufsverhandlungen liefen schon einige Zeit im Hintergrund“, teilte Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) mit. Was der Besitzerwechsel für das Einkaufszentrum sowie das gesamte Areal bedeutet, könne man jetzt noch nicht abschätzen. „Aus Sicht der Stadt Kulmbach ist natürlich zu hoffen, dass der neue Eigentümer den Standort stärkt und sich um das Objekt kümmert, denn das Fritz ist von zentraler Bedeutung für unsere Innenstadt“, betonte Schramm. Die Stadt habe durch den Kauf des brachliegenden Teils der ehemaligen Spinnerei entlang der Bahnlinie unmittelbare Berührungspunkte. „Diese Themen werden wir mit dem neuen Eigentümer besprechen“, betonte er.

Wie zu hören ist, haben die Leerstände bei Büroflächen oben der Entwicklung des Gebäudes im Wege gestanden. Dies soll nun offenbar durch den neuen Eigentümer „optimiert“ werden. „Futura“ will offenbar durch einen langfristigen Betrieb des Einkaufszentrums Geld für die Investoren verdienen, die aus dem Ausland kommen. Die Einkaufsmeile soll von den Niederlanden aus geführt werden. Der neue Besitzer wird in einer Art Übergangszeit sein neues Objekt bewerten und dann über mögliche weitere Maßnahmen entscheiden, war zu erfahren. In der Außendarstellung soll sich offenbar nichts ändern. Über den Verkaufspreis gibt es keine offiziellen Angaben. Es soll sich um einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag handeln.