"Wir haben so viele gute Fußballer. Wir haben immer Bock, manchmal sogar zu viel Lust", äußerte Nagelsmann über seine Zocker-Gruppe um Wirtz, Musiala und den unbekümmerten Teenager Karl: "Wir haben die Stärke, immer Tore zu machen." Dazu schießt sich Sonnyboy Undav mit seiner Quote von nun sechs Toren in acht Länderspielen in den Fokus.
Auf die Frage, wann die WM ein Erfolg wäre, haute der 29-Jährige, der seinen Millionen-Vertrag in Stuttgart noch vor der Abreise nach Amerika bis 2029 verlängerte, eine klare Antwort raus: "Wenn wir das Ding gewinnen!" Das Ding ist natürlich der WM-Pokal.
Pavlovic und Nmecha überzeugen im Maschinenraum
Undav war einer der großen Gewinner des Mainzer Abends. "Wenn du zwei Tore machst und einen vorlegst, spielst du dich nicht aus der Mannschaft", sagte Nagelsmann. Das klang aus dem Mund des Bundestrainers doch ganz anders als die Nörgelei nach Undavs Siegtor zum 2:1 gegen Ghana im März. Die da noch verordnete reine Jokerrolle hat der Angreifer abgestreift.
Dazu kommen frische Typen wie Karl oder der Frankfurter Außenverteidiger Nathaniel Brown. Nagelsmann hat den Mut, die Jungen loszulassen. Er scheint dazu bereit, den WM-Debütanten Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha den wichtigen Maschinenraum auf der Doppel-Sechs im Mittelfeld anzuvertrauen.
"Die beiden haben es gut gemacht", sagte Nagelsmann über das dynamische Bayern-Dortmund-Duo. Kapitän Joshua Kimmich blickte angesichts der vielen positiven Fingerzeige der ersten Vorbereitungstage schon mal freudig auf die Generalprobe im Soldier Field von Chicago. "Gegen die USA müssen wir in der Art und Weise daran anknüpfen, dann sind wir gut präpariert."