Er selbst hatte sich nach der Rückkehr aus den USA eine Bedenkzeit genommen. Völler war in der Sportlichen Leitung eng mit Nagelsmann verbunden. Er hatte diesen im September 2023 nach der Trennung von Hansi Flick als "Wunschlösung" für den Job als Nationaltrainer gewonnen.
Völler hatte den Posten des Sportdirektors nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2022 in Katar angetreten. Als Mitglied einer damals gegründeten Taskforce für den deutschen Fußball wurde er einmal mehr in ein Amt gedrängt.
Der ewige Rudi: Spieler, Teamchef, Sportdirektor
Nach dem Aus von Flick kehrte der ehemalige DFB-Teamchef Völler für ein siegreiches Länderspiel gegen Frankreich (2:1) sogar als Interimscoach auf die Bank zurück. Als Mentor und enger Vertrauter begleitete er Nagelsmann über die Heim-EM 2024 bis zur nächsten vermurksten WM in diesem Sommer.
Schon sein Engagement als Teamchef von 2000 bis 2004 war auf kuriose Weise zustande gekommen. Erst als Platzhalter für Christoph Daum und dann als feste Lösung wurde er zum Liebling der Massen. Der Finaleinzug 2002 in Japan und Südkorea war ein nicht für möglich gehaltenes WM-Highlight. Bei der EM 2004 war aber nach der Gruppenphase Schluss - Völler trat zurück.
Als Weltklassestürmer hatte der gebürtige Hanauer (90 Länderspiele/47 Tore) großen Anteil am WM-Triumph 1990. Es war der Höhepunkt seiner Karriere als Fußball-Profi. Nun soll die EM 2028 in England, Schottland, Wales und Irland für ihn im Idealfall zu einem Happy End werden.