Fußball-Landesliga Neudrossenfeld und Saas geschlagen

red

Keine Punkte für TSV Neudrossenfeld und BSC Bayreuth-Saas am achten Spieltag der Fußball-Landesliga Nordost: Beide verloren ihre Spiele am Freitagabend auf recht enttäuschende Weise.

Gründlich missglückt ist den beiden Vertretern des Fußballkreises Bayreuth-Kulmbach am Freitagabend der achte Spieltag in der Landesliga Nordost. Während der TSV Neudrossenfeld bei der 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Stadeln einen Elfmeter und eine 50-minütige Überzahl vergab, zahlte Aufsteiger BSC Bayreuth-Saas mit 0:5 beim SC Großschwarzenlohe reichlich Lehrgeld.

TSV Neudrossenfeld – FSV Stadeln 1:2 (0:0)

Schon in der ersten Hälfte lief manches schief für den TSV Neudrossenfeld. Mikel Seiter donnerte den Ball an den rechten Pfosten (24.), und dann ließ Hannes Greef einen Handelfmeter ungenutzt (40.). Thomas Müller hatte ihn verursacht und dafür die Rote Karte gesehen, weil er ein sicheres Tor verhindert hatte. Der Strafstoß war so unplatziert, dass FSV-Torwart Hannes Weyherter per Fuß parieren konnte (40.). Der Pausenstand war glücklich für die Mittelfranken, die zwar gefällig agierten, aber kaum Torgefahr entwickelten.

Und gleich nach Wiederbeginn eine weitere Großchance für den TSV: Seiter vergab freistehend aus fünf Metern. Umso überraschender war das 0:1. Daniel Gareis verursachte einen Handelfmeter, den Torwart Tobias Grüner zwar prächtig parierte, aber den Abpraller versenkte Leon Siefert gedankenschnell. Die in Unterzahl spielenden Gäste mussten sich nun eines Sturmlaufs der Grün-Weißen erwehren. Nico Böhmer krönte ihn mit einem sehenswerten Alleingang, der nur durch ein Foul im Strafraum zu stoppen war. Diesmal bewies der eingewechselte Anton Makarenko bessere Nerven am Elfmeterpunkt und glich aus. Aber die Dusche folgte: Einer der wenigen Konter genügte den Gästen zum Siegtreffer, als der Ball im linken Dreieck einschlug. Eine weitere Rote Karte für Stadeln hatte keine Auswirkung auf die Mannschaftsstärke auf dem Feld, denn der ausgewechselte Niklas Schüßler erhielt sie wegen Meckerns auf der Bank.

Der schwer enttäuschte Heimcoach Markus Taschner sprach von einem verdienten Sieg der Gäste: „Unser Unvermögen vor dem Gästetor kostete die Punkte.“ Dagegen strahlte FSV-Trainer Manfred Dedaj über das ganze Gesicht: „In Unterzahl hier zu gewinnen, ist schon großartig, die Moral stimmte.“

TSV Neudrossenfeld: Grüner – Gareis, Pauli, Möckel (34. Zagel), Ismail, Seiter (66. Kolb), Greef (43. Langlois), Schelenz (89. Born), Schneider (60. Makarenko), Peeters, Böhmer.

SR: Kussinger (TV Waldmünchen); Zuschauer: 170.

Tore: 0:1 Siefert (56.), 1:1 Makarenko (69. – Handelfmeter), 1:2 Mielack (83.).

Rote Karten: – / Müller (Stadeln/40.), Schüßler (Stadeln/75.). hw

SC Großschwarzenlohe – BSC Bayreuth-Saas 5:0 (1:0)

Die Bayreuther fanden erneut gut in die Partie. Aus einer sicheren Defensive setzten sie immer wieder gefährliche Nadelstiche nach vorne gegen eine zunächst nicht immer sattelfest wirkende Heimabwehr. Die Gastgeber kamen nach 20 Minuten besser ins Spiel und waren dann auch die spielerisch bessere Mannschaft. Eher glücklich war trotzdem die Führung, als ein eher als Flanke gedachter Ball im langen Toreck einschlug.

Nach dem Seitenwechsel wurden die guten Vorsätze des BSC durch eine Zehnminutenstrafe für Moritz Greef durchkreuzt (49.). Diese numerische Überlegenheit nutzte Großschwarzenlohe dann auch dem Spielverlauf entsprechend zur Vorentscheidung mit den beiden Treffern zum 3:0, teilweise unter Mithilfe der Saaser Abwehr. In der Folge zeigten die Gäste zwar Charakter und hatten mehrere Gelegenheiten zum Ehrentreffer, doch zum Ende hin schraubten die Gastgeber das Ergebnis durch sauber zu Ende gespielte Spielzüge in die Höhe. Letztlich war das klare Ergebnis gerechtfertigt.

BSC Bayreuth-Saas: Spindler – M. Weber, Golling (81. Ankermann), M. Hofmann, Walther, S. Hofmann (85. Timpel), Greef (60. Rabenstein), Sauerstein, Dörfler, Küfner (61. Rausch), Rosenzweig.

SR: Kern (Wülfershausen); Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Kunz (34.), 2:0, 3:0 Grätz (50., 56.), 4:0 Pandel (83.), 5:0 Brunkhorst (90.). map

 

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