Fußball-Bezirksliga Ost SpVgg Bayreuth II ist Vizemeister

Einer der besten Spieler in einer kämpferisch überzeugenden Mistelgauer Elf war Johannes Krug (links). Hier behauptet er den Ball gegen Filip Farkasovsky. Foto: Peter Kol/b

Über diese Punkteteilung konnten sich beide Mannschaften freuen: Während sich der SV Mistelgau durch das 1:1 gegen die SpVgg Bayreuth II am vorletzten Spieltag endgültig den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga Ost sicherte, geht die Altstädter Reserve als Vizemeister in die Relegation zur Landesliga.

 
Schließen

Diesen Artikel teilen

Durch das 1:1 des FSV Bayreuth gegen die SG Regnitzlosau und das 3:0 des FC Waldstein gegen die SpVgg Selb 13 hätten sich beide Teams allerdings auch Niederlagen erlauben können.

Eine solche kassierte der bereits als Absteiger feststehende FC Creußen, der Tabellenvorletzte verlor beim FC Trogen mit 0:1. Dagegen verteidigte der SV Bavaria Waischenfeld mit einem 2:0-Heimerfolg über die SpVgg Oberkotzau den sechsten Platz gegenüber der zuvor punktgleichen SpVgg Selbitz (nur 1:1 beim Schlusslicht FC Lorenzreuth).

SV Mistelgau – SpVgg Bayreuth II 1:1 (1:1)

In der schnellen, abwechslungsreichen Partie fielen schon kurz nach Anpfiff die beiden Treffer. Für Mistelgau netzte Heißenstein einen Konter gekonnt ein, doch im Gegenzug gelang den Gästen nach schöner Hereingabe von Landgraf der Ausgleich. Mit Gelegenheiten auf beiden Seiten ging es weiter. Die größte Chance für den SV hatte Herath, doch sein Heber über den herauseilenden Schlussmann Dressel ging über die Latte. Altstädter Möglichkeiten von Landgraf und Hartmann konnte Mistelgaus sicherer Rückhalt Friedrich meistern. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein ansehnliches, flottes Spiel. Die Führung der Gäste vereitelte der SV-Torwart, als er eine Kopfball-Rückgabe gerade noch erreichte. Doch auch sein Gegenüber Dressel überzeugte, als er einen scharfen flachen Freistoß von Schuster aus 16 Metern halten konnte. Weitere gefährliche Fernschüsse der U 21 von Wieber und Hartmann wurden von Mistelgaus bestem Akteur vereitelt. Aus der kämpferisch überzeugenden Heimelf ragten neben dem Torwart noch Ort, Krug, Schuster und Bursian heraus, die Gäste hatten in ihrem Schlussmann sowie in Prendke, Ochs und Hartmann ihre besten Spieler. Schiedsrichter Dadder war ein sicherer, guter Leiter des stets fairen Spiels.

SV Mistelgau: Friedrich – Ort, Bursian, Rach (82. Froschauer), Schuster, Heißenstein, Herath, Krug, Ganster, Metzger, Vandirk (70. Lindner). SpVgg Bayreuth II: Dressel – Prendke, Gregorzewski, Michaelis, Dombrowsky (60. Nickel), Landgraf, Pleyer, Ochs (60. Wieber), Vonnoe, Hartmann, Christl. SR: Dadder (TSV Kirchenlaibach); Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Heißenstein (7.), 1:1 Hartmann (8.).

FSV Bayreuth – SG Regnitzlosau 1:1 (1:1)

In einem gutklassigen Bezirksligaspiel bestimmten zunächst die gut stehenden Abwehrreihen das Geschehen, die es den Stürmern schwer machten, sich in Szene zu setzen. In der 26. Minute erzielte der Gast aus einer glasklaren Abseitsposition durch Torjäger Tac das 1:0. Nach dem Seitenwechsel war die Heimmannschaft bemüht, das Offensivspiel druckvoller zu gestalten. In der 51. Minute gelang Strobel mit einem Kopfball nach einer herrlichen Flanke von Bauer das 1:1. Danach kam kein Spielfluss mehr zustande, da das Schiedsrichtergespann völlig den Faden verlor. Zum Ende der Begegnung kam der FSV gefährlich vor das Tor der Gäste und war dem Sieg näher. Unter dem Strich war es aber ein gerechtes Remis zwischen zwei Mannschaften, die zu Recht lange um den Aufstieg mitspielten.

FSV Bayreuth: Müller – Lunk, Bauer (89. M. Launay), Hacker (72. McElroy), Düngfelder (83. Grätz), Heumann, Imren (72. N. Launay), Jacob, Urban, Strobel, Schels. SR: Stapf (ASV Naisa); Zuschauer: 60. Tore: 0:1 Tac (26.), 1:1 Strobel (51.). Gelb-Rot: Urban (67.) / –.

Bavaria Waischenfeld – SpVgg Oberkotzau 2:0 (2:0)

Die Gäste nahmen zunächst das Zepter in die Hand und hatten durch zwei gut getretene Freistöße von Schraps, der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Oberkotzauer war, die besten Gelegenheiten. Noch besser machte es aber Dinkel, der nach über zehn Jahren in seinem letzten Heimspiel für die Bavaria einen Freistoß flach ins lange Eck verwandelte. Danach spielten auch die Waischenfelder ihre Überzahl in Kontersituationen besser aus und belohnten sich kurz vor der Pause mit dem 2:0. Nach einem Ballgewinn durch Meisel setzte Schrüfer seinen Sturmpartner Scherm gekonnt in Szene, der eiskalt blieb und aus sieben Metern sicher einschob. Im zweiten Abschnitt ließ Waischenfeld wenig mehr anbrennen und konnte vor allem über das dynamische Duo auf der rechten Seite, den athletischen Gold und den bissigen Zweikämpfer Huppmann, Akzente setzen, ein weiterer Treffer blieb aber aus.

SV Bavaria Waischenfeld: B. Schatz – Weichert, Meisel, Huppmann, Reh, Meidenbauer, Keller, Scherm (85. Schnörer), Schrüfer, Dinkel, Gold (76. Dormann). SR: Fröba (TSV Neukenroth); Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Dinkel (32.), 2:0 Scherm (41.).

FC Trogen – FC Creußen 1:0 (0:0)

Der Heimsieg des FC Trogen geriet ein wenig in den Hintergrund. Kurz nach der Pause stürmte Hellinger auf das Gästetor zu, prallte mit Keeper Baumann zusammen und traf dabei zur Führung. Ein paar Minuten später sackte der Trogener zusammen und konnte nicht mehr weiterspielen. Mit dem Krankenwagen wurde Hellinger ins Klinikum gebracht. Fußball wurde auch gespielt, doch viele Chancen gab es in dieser Partie nicht. In der zweiten Hälfte wurde der eingewechselte Rupprecht elfmeterreif gefoult, Mallik traf den Pfosten. Mit der letzten Spielsituation bekamen die Gäste einen Handelfmeter zugesprochen. Doch Torhüter Stumpf lenkte den Ball an den Pfosten und wurde wie schon vergangene Woche zum Elfmeterkiller.

FC Creußen: Baumann – Theisinger, Oberheidtmann, Feder (73. Hagen), B. Koch, Engelbrecht, Pink, Ströbel, Großmann (80. Zengerle), la Faver, Kohler.

SR: Bulisch (Staffelstein); Zuschauer: 90. Tor: 1:0 Hellinger (46.).

Besondere Vorkommnisse: Mallik (Trogen) verschießt Foulelfmeter (87.), Stumpf (Trogen) hält Handelfmeter (90.+2).

Autor

Bilder