Fun Day im Kreuzer Spiderman trifft Meerjungfrau

Einmal wie Arielle die Meerjungfrau schwimmen. Foto: Andreas Harbach

BAYREUTH. Comic-Helden, die sich vom Dreimeterbrett stürzen, Meerjungfrauen, die elegant durch die Fluten gleiten, Taucher, die dem Springerbecken auf den Grund gehen - der Fun Day im Kreuzsteinbad am Samstag war mit über 2000 Besuchern ein Erfolg. Daran konnte auch die Abkühlung durch ein Gewitter um kurz vor 18 Uhr mit kurzzeitigem heftigen Regen nichts mehr ändern.

Harald Schmidt, Bäderleiter bei den Stadtwerken, und Kurier-Marketingchefin Ingrid Amschler waren sich einig - der Kreuzer Fun Day am Samstag war eine gelungene Veranstaltung. "Der Zuspruch war gut, das Angebot war gut, die Organisation hat geklappt." Nur ein Wunsch von Schmidt wurde nicht erfüllt. "Hoffentlich kommt nicht noch ein Gewitter", sagte er nachmittags mit Blick zum Himmel. Kam es dann aber doch, und viele verließen da auch das Kreuzsteinbad. Die, die sich unterstellten und ausharrten, genossen noch bis etwa 20.30 Uhr den Ausklang an den vier Food- und Bartrucks.

Alle Attraktionen umsonst

Trotz der kurzen Dusche betonte Harald Schmidt: "Es war genau die richtige Entscheidung, den Fun Day wegen des Wetters um eine Woche zu verschieben." Schließlich steckt in der Veranstaltung fast ein halbes Jahr Vorbereitung, ergänzte Ingrid Amschler. Und so konnten sich die Besucher den ganzen Nachmittag an den über das Bad verteilten Attraktionen ausprobieren - etwa beim Standup-Paddling beim Kanufahren, beim Balancieren auf der Slackline oder die Kleineren beim Spielmobil. Alles bei freiem Eintritt und auch sonst kostenlos. Auch wenn nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten, denn beim Schnupperschwimmen mit den Meerjungfrauen oder beim Schnuppertauchen waren die verfügbaren Plätze irgendwann einfach ausgebucht.

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Gerade noch vor dem Gewitter ging der Programmpunkt über die Bühne, der die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog. Das Springerbecken war jedenfalls dicht umlagert beim Kostümspringen. Neun Unerschrockene, davon allein fünf junge Frauen vom Faschingsverein der Bayreuther Hexen, stürzten sich in teils aufwenigen Kostümen von der Dreimeter-Plattform in die Fluten. Spiderman war dabei, Captain Jack Sparrow, Rotkäppchen und Schneewittchen, Schlumpfine und sogar ein Hähnchen.

Kostümspringen: Platz drei für eine "Hexe"

Für die ersten drei Plätze aber kamen sie nicht in Frage. Rang drei ging an Natascha de Gier von den Hexen, die im Kostüm eines Horrorclowns einen veritablen Rückwärtssalto ins Wasser setzte und dafür von der vierköpfigen Jury 14 Punkte bekam. Die Jahreskarte 2020 für das Kreuzsteinbad kann sie gut gebrauchen: "Ich bin gerne hier."

Stechen um Rang eins

Um den Sieg gab es dann einen Kampf der Generationen, den ganz knapp die Jugend gewann, was aber erst nach einem Stechen klar war. Der Bayreuther Uwe Schlicker trat als Superheld Flash an und zeigte einen blitzsauberen eineinhalbfachen Vorwärtssalto. Kein Wunder, hat der 54-Jährige doch Kunstspring-Erfahrung beim SVB: "Das ist aber 35 Jahre her." 20 Punkte gab's dafür, die aber auch der 23-jährige Student Justin Klein im Kostüm des "Malle-Asi" für seinen zweifachen Rückwärtssalto bekam. Das Stechen gewann per Zuschauerapplaus knapp Klein und durfte sich über einen 300-Euro-Gutschein vom Reisebüro Derpart freuen. Wohin geht's? "Irgendwohin, wo es warm ist." Und Flash? Der war gar nicht enttäuscht und nahm den 150-Euro-Gutschein vom Elektronikmarkt Baumann gerne, denn: "Ich möchte Bluetooth-Kopfhörer für mein Handy. Die kosten genau 149 Euro ..."

Wie Arielle

Unbezahlbar war für viele Mädchen die Erfahrung, einmal als Meerjungfrau durchs Schwimmerbecken zu gleiten. Eine spezielle Monoflosse und die Münchner Schwimmschule von Daniela Pfuisi machten es möglich. Mia (10) und Lena (11) jedenfalls brachten es auf den Punkt: "Wir schauen im Fernsehen immer Arielle, die Meerjungfrau und wollten das deshalb unbedingt auch mal machen. Am Anfang ist es nicht ganz einfach, aber man lernt es schnell."

Auf den Grund

Was offenbar auch fürs Tauchen gilt. Die Mitglieder des Dive Teams Bayreuth nahmen jedenfalls auch blutige Anfänger in voller Montur mit auf den Grund des Springerbeckens. Patrick Derr etwa, Student aus Erlangen, den besonders die Schwerelosigkeit unter Wasser begeisterte und der sich jetzt durchaus vorstellen kann, einen Tauchschein zu machen. Was rund 400 Euro kosten würde, weiß Jan Hofmann vom Dive Team.

 

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