Bei dem sogenannten Enkeltrick nutzen die Täter die Arglosigkeit und Hilfsbereitschaft der meist älteren Menschen aus, indem sie bei den Telefongesprächen geschickt ein Verwandtschaftsverhältnis vorgaukeln. Sobald eine gewisse Vertrauensbasis geschaffen ist, täuschen die Betrüger beispielsweise eine erfundene Notlage oder dringende Investition vor, für die sie umgehend eine größere Geldsumme brauchen.

Gegen 11.45 Uhr klingelte das Telefon der Seniorin, und durch geschickte Gesprächsführung glaubte die Frau, ihre Enkelin in der Leitung zu haben. Die Anruferin erzählte ihr, nach einem Verkehrsunfall in Not zu sein; der Führerscheinentzug und eine Gerichtsverhandlung drohten. Ein Anwalt hätte geraten, dass sie diesen Folgen mit einer entsprechenden Geldzahlung entgehen könne.

Da die betagte Frau die im Raum stehende fünfstellige Summe zur Verfügung hatte, hielt sie die Anruferin längere Zeit am Telefon, bis um 13.45 Uhr ein junger Mann läutete. Im Hof übergab die Seniorin dem Unbekannten eine dünne weiße Plastiktüte, in der sich das Geld in einem braunen Briefkuvert befand. Anschließend ging der Mann in Richtung des Ortskerns davon.

Der Abholer wird als zirka 30 bis 40 Jahre alt beschrieben. Er hat dunkle Haare, einen leichten Bart und trug eine Schirmmütze. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kripo Hof unter der Tel.-Nr. 09281/704-0 entgegen.