Überlebende berichteten Mitarbeitern der Internationalen Organisation für Migration (IOM) nach ihrer Ankunft in Palermo, bis zu 250 Menschen seien in den Rumpf des Kutters eingeschlossen gewesen.
Die italienischen Behörden haben unter den 373 Überlebenden des jüngsten Bootsunglücks vor der libyschen Küste fünf mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die algerischen und libyschen Staatsbürger sollen nach Angaben des italienischen Fernsehens vom Freitag die Fahrt fortgesetzt haben, obwohl Wasser in den Rumpf des Kutters eingetreten war.
Überlebende berichteten Mitarbeitern der Internationalen Organisation für Migration (IOM) nach ihrer Ankunft in Palermo, bis zu 250 Menschen seien in den Rumpf des Kutters eingeschlossen gewesen.
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Unmittelbar nach Ankunft der Rettungskräfte kenterte der Kutter und sank binnen weniger Minuten. Nach der Bergung von 26 Leichen verlief die Suche nach weiteren Vermissten am Unglücksort ergebnislos.
Unter den Überlebenden waren neben 150 Menschen aus Bangladesch vor allem Syrer und Eritreer. Ihren Angaben zufolge befanden sich zwischen 650 und 700 Menschen an Bord des Kutters, der vor der libyschen Küste gesunken war.
„Die jüngste Tragödie zeigt, dass die Such- und Rettungsaktionen auf See nicht die einzige europäische Antwort auf dieses humanitäre Desaster sein können“, sagte der IOM-Verantwortliche für Italien, Federico Soda. Das Unglück zeige, dass kriminelle Banden Flüchtlingen weiter auf seeuntauglichen Schiffe auf den Weg schickten, solange es keine sicheren Alternativen für die Migranten gebe.
epd