Fünf Millionen Euro Geldsegen für die Alte Spinnerei

Die Alte Spinnerei soll umfassend saniert und zu einem Ort der Begegnung werden. Bürgermeister Robert Bosch kann die Fördergelder des Bundes dafür sicherlich gut gebrauchen. Foto: Gabriele Fölsche

Die Alte Spinnerei in Mainleus erhält als einziges Projekt in Bayern Gelder aus einem bundesweiten Förderprogramm. Die Gemeinde setzte sich gegen mehr als 100 Bewerber durch.

 
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Das Bundesbauministerium hat der alten Spinnerei in Mainleus als einziges Projekt in Bayern Fördergelder in Höhe von fünf Millionen Euro zugesprochen. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“.

Mit dieser Unterstützung wolle man einen wichtigen Beitrag zur Revitalisierung und nachhaltigen Entwicklung der historischen Industrieanlage leisten. Die Alte Spinnerei, ein bedeutendes Industriedenkmal der Region, solle durch umfassende Sanierungs- und Umbaumaßnahmen in einen lebendigen Ort für Kultur, Bildung und Begegnung transformiert werden.

Mit den geplanten Maßnahmen sollen unter anderem die Bausubstanz saniert werden, multifunktionale Räume für kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen eingerichtet werden sowie in Kooperation mit regionalen Schulen und Universitäten Bildungsangebote geschaffen werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, attraktive Aufenthalts- und Freiräume im Außenbereich zu gestalten, die das Gelände der Alten Spinnerei zu einem Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen machen sollen.

Deutschlandweit hatten sich mehr als einhundert Projekte um die Unterstützung des Bundes beworben. Wegen knapper Kasse konnte aber nur ungefähr ein Projekt pro Bundesland ausgewählt werden.

Der Bundestagsabgeordnete Johannes Wagner (Bündnis 90/Die Grünen) zeigt sich begeistert: „Die Zusage dieser Fördermittel ist ein Meilenstein für Mainleus. Die Alte Spinnerei ist nicht nur ein wichtiges Stück oberfränkischer Geschichte, sondern hat auch das Potenzial, ein zentraler Ort für die Zukunft der Region zu werden.“ Die Entwicklung des Kesselhauses, der Alten Weberhallen und des Vorplatzes auf dem Gelände der ehemaligen Spinnerei könne beispielhaft für den Umgang kleinerer Kommunen mit den baulichen Zeugnissen der Industriekultur sein, meint der SPD-Abgeordnete Jörg Nürnberger. „Vor allem zeigt es, dass sich die Bundesregierung auch um die Weiterentwicklung des ländlichen Raums kümmert.“

Das Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ unterstützt bundesweit herausragende Projekte mit Modellcharakter, die die städtebauliche Entwicklung in den Kommunen voranbringen und einen nachhaltigen Beitrag zur Lebensqualität leisten.

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