Da aber auch der auf dem hintersten Nichtabstiegsplatz rangierende Baiersdorfer SV gegen den FC Lichtenfels mit 1:3 verlor, blieb es beim Drei-Punkte-Rückstand der Prellmühler zum rettenden Ufer. Ein Trost war das für FSV-Trainer Jörg Pötzinger aber nicht. „Momentan sollten wir es tunlichst lassen, auf die Konkurrenz zu schauen, sondern eher auf uns selbst. Wenn wir nämlich so weiterspielen, holen wir keinen Punkt mehr“, sagte Pötzinger.

FSV Bayreuth – SG Quelle Fürth 1:3 (1:1)

Der Sieg der keineswegs überragenden Fürther sei verdient gewesen, gestand Pötzinger nach der Partie und ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: „Für den Abstiegskampf ist das einfach zu wenig. Eine kurze gute Phase kurz vor und kurz nach der Pause – das reicht einfach nicht. Wir spielen ohne Mut und dem nötigen Zweikampfverhalten.“ So startete der FSV auch in die Partie. Den Fürthern reichte ein solider Auftritt gegen lethargische Prellmühler, um die Partie am Anfang zu kontrollieren. Nicht von ungefähr gingen die Gäste auch in Führung. Nutznießer einer nicht funktionierenden Abseitsfalle war Kirschner. Erst danach kam der FSV besser in die Partie, hatte eine Chance durch Düngfelder und markierte dann durch Kapitän Koßmann, der sich im Strafraum gut in Szene setzte, das 1:1. Nach dem Wechsel stellten die Gastgeber zunächst das bestimmende Team und hätten durch Röthlingshöfer und Ollet in Führung gehen können. Das aber gelang den Gästen durch Haag, der einen erneuten Abwehrfehler bestrafte. Wer nun ein Aufbäumen des FSV erwartet hatte, der wurde enttäuscht; genauso wie FSV-Trainer Pötzinger: „Bei uns gehen dann die Köpfe runter anstatt noch einmal alles zu probieren.“ So fiel eine Vorentscheidung, als Schiedsrichter Stolorz nach einem Foul an Hannemann die Ampelkarte zückte. Bestraft wurde aber kurioserweise nicht der Foulende, sondern der Abwehrchef des FSV. Als kurz darauf Kirschner nach einem langen Ball auf 3:1 erhöht hatte, war die Partie endgültig entschieden.

FSV Bayreuth: Eberle – Menzel (83. Schreiber), Hannemann, Röthlingshöfer, Schwarzer, Ollet (79. Timpel), Tekelioglu, Düngfelder, Hahn, Koßmann, Angerer.

SG Quelle Fürth: Harnos – Meyer, Meier, Seiler, Yalcinkaya, Hutter (57. Reinholz), Schimm, Würkert, Höhenberger, Kirschner (84. Garcia), Haag.

SR: Stolorz (Irchenrieth); Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Kirschner (21.), 1:1 Koßmann (45.), 1:2 Haag (52.), 1:3 Kirschner (78.).

Gelb-Rote Karte: Hannemann (77./Bayreuth/wiederholtes Foulspiel).

TSV Nürnberg-Buch – FSV Bayreuth 4:0 (2:0)

Die Platzherren legten am Karsamstag los wie die Feuerwehr und überrumpelten die Pötzinger-Elf in der Anfangsphase förmlich. Christian Fleischmann hatte bereits nach vier Minuten die Führung auf dem Fuß, nur zwei Minuten später ließ es Philipp Lang nach einer Flanke von Fabian Schreiner erstmals im FSV-Kasten klingeln. Nur 180 Sekunden darauf stand es 2:0, als diesmal Schreiner traf. Bis zur Pause schon hätte der Vorsprung deutlicher ausfallen können, doch retteten die Bayreuther in der 32. Minute auf der Torlinie, in der 44. Minute scheiterte Lang knapp. Nach dem Wechsel schalteten die Bucher einen Gang herunter, ohne dass sich an der Überlegenheit etwas änderte. Erneut war es eine Zusammenarbeit zwischen Lang und Schreiner, die zum 3:0 führte. Und als dann auch noch Yannik Scholz eine Ecke zum 4:0 direkt verwandelte, war die Partie gelaufen. Torjäger Brehm hätte die FSV-Niederlage in der 85. und 89. Minute noch klarer werden lassen können, scheiterte aber.

TSV Nürnberg-Buch: Gordzielik – Ell, Scholz, Reichel, Schindler (68. Hofer), S. Fleischmann, Weber, Brehm, C. Fleischmann, Lang (80. Kamp), Schreiner (71. Causevic).

FSV Bayreuth: Petrovic – Menzel, Timpel (77. Scheich), Röthlingshöfer, Hannemann, Schwarzer, Eisele (46. Koßmann), Ollet, Tekelioglu, Düngfelder, Hahn (67. Hendel-Diaz).

SR: Ostheimer (Sulzberg); Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Lang (6.), 2:0 Schreiner (9.), 3:0 Lang (69.), 4:0 Scholz (77.).