Der FSV rutschte durch die Niederlage auf den vorletzten Rang und damit einen Abstiegsplatz ab und muss weiter als einzige Mannschaft der Liga auf den ersten Saisonsieg warten.
Einen absoluten Glücksgriff landete Trainer Werner Thomas im Derby beim FSV Bayreuth. Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung in der 68. Minute entwischte Jan Buskies den Gastgebern und erzielte den 2:1-Siegtreffer für den TSV Neudrossenfeld, der trotzdem weiterhin nur Tabellenneunter der Landesliga Nordost ist.
Der FSV rutschte durch die Niederlage auf den vorletzten Rang und damit einen Abstiegsplatz ab und muss weiter als einzige Mannschaft der Liga auf den ersten Saisonsieg warten.
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Dabei war der Aufsteiger über weite Strecken spielerisch das bessere Team, vor allem in der ersten halben Stunde. Einen ersten Distanzschuss gab der ehemalige Neudrossenfelder Florian Schuberth in der 6. Minute ab.
Gefährlich für das Tor von Tobias Grüner wurde es zum ersten Mal nach knapp einer Viertelstunde, als ein Freistoß an Freund und Feind vorbeiging und der TSV-Schlussmann den Ball nur noch nach vorne zum aufgerückten Innenverteidiger Marc Kellner fausten konnte, der den Ball aber ebenso vorbeisetzte wie kurz darauf Schuberth aus 20 Metern.
Auf der Gegenseite setzte sich Stefan Kolb fast gegen die komplette FSV-Abwehr durch, blieb dann jedoch an Kellner hängen. Nach einer Flanke von Lorenz Röthlingshöfer traf mit Marco Konradi ein weiterer Ex-Neudrossenfelder den Ball nicht richtig.
Als die Gästefans schon ungeduldig wurden und sich fragten, wann ihre Mannschaft, die sich teilweise leichte Ballverluste leistete, zu langsam nach vorne spielte und nicht zum Abschluss kam, denn endlich einmal aufs Tor schießen würde, steckte Kolb beim ersten zielstrebigen Angriff an vier Mann vorbei zu Sebastian Lattermann durch. Der Torjäger ließ sich die Chance zu seinem neunten Saisontreffer nicht entgehen und überwand den aufs Knie gegangenen FSV-Keeper Patrick Pachelbel aus kurzer Distanz (29.).
Einen ersten Aufreger gab es, als der Schiedsrichter nach einem Foul von Steffen Taubenreuther, für das er die Gelbe Karte sah, dem Bayreuther Schuberth den Vorteil abpfiff. Nach dem anschließenden Freistoß landete der Ball im Neudrossenfelder Tor, das Schiedsrichtergespann hatte aber eine Abseitsstellung erkannt (35.). Ein Schuss von Konradi aus 20 Metern stellte Grüner vor keine Probleme.
Kurz nach der Halbzeit war es dann doch soweit. Dominik Düngfelder konnte ungestört am Strafraum entlanglaufen und mit links zum Ausgleich abziehen (48.). Mit drei Chancen durch Kolb und einer Ecke von Daniel Hacker folgte die beste Phase des TSV, die schließlich im Siegtreffer gipfelte.
Kurz zuvor hatten die Platzherren nach einem vermeintlichen Handspiel Taubenreuthers einen Freistoß erhalten. „Wenn ein Bayernliga-Schiedsrichter da Hand am Sechzehner pfeift, dann muss er auch in einem Derby den Mut haben, Gelb-Rot zu zeigen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Dann hätte er lieber laufen lassen sollen. Im Gegenzug bekommen wir dann das 1:2. Wenn alles zusammenkommt, hast du auch ein Stück weit keine Chance“, ärgerte sich FSV-Coach Jörg Pötzinger.
Chancen hatte seine Mannschaft zwar noch durch einen Freistoß von Konradi, einen Schuss aus 30 Metern von Düngfelder, Schuberth und in der Nachspielzeit erneut Konradi, doch Neudrossenfeld brachte den vierten Saisonsieg mit Einsatz über die Zeit. Der ebenfalls gerade erst eingewechselte Sascha Engelhardt konnte es nach guter Vorarbeit von Julian Pötzinger Buskies nicht nachmachen (82.).