Frühlingsfest-Fazit: Schaustellern macht Kälte und Regen zu schaffen - Letztes Wochenende versüßt Bilanz Frühlingsfest: Feuerwerk zum Schluss

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Am ersten Tag war gut was los, am letzten Wochenende auch: das Bayreuther Frühlingsfest. Foto: Archiv/Andreas Harbach Foto: red

Das Konzept scheint zu funktionieren. Trotzdem fehlten an wichtigen Tagen die Besucher. Weil es entweder zu kalt war, um aufs Frühlingsfest zu gehen und länger im Freien zu bleiben. Oder weil es regnete. Entsprechend durchwachsen fällt die Bilanz der Schausteller am letzten Tag des ersten Festes des Jahres aus, das heute Abend mit dem Feuerwerk um 21 Uhr endet.

 
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"Für die Gegebenheiten kann man zufrieden sein", sagt Sven Sommerer, der stellvertretende Vorsitzende der Bayreuther Schausteller, am späten Sonntagnachmittag im Gespräch mit unserer Zeitung. Zu dem Zeitpunkt ist der Volksfestplatz voll. Viele Menschen, die unterwegs sind, die Fahrgeschäfte nutzen. Das war nicht an allen Tagen so seit dem Karsamstag. Vor allem an einem, für die Schausteller besonders wichtigen Tag, war wenig los: am Familientag am Mittwoch. "Den Tag hat es uns richtig verhagelt", sagt Sommerer. "Es war zu kalt. Und dann hat es auch noch geregnet. Fast den ganzen Tag lang. Wenn der Familientag schlecht ist, fängt man das die ganze Woche nicht auf." Vor allem, weil auch die Osterfeiertage nicht so gut waren wie erhofft. "Dann kam natürlich noch ein anderes Problem dazu: das Fest fiel aufs Monatsende. Da sitzt das Geld einfach nicht so locker. Auch das macht sich bemerkbar", sagt Sommerer.

Qualität und Abwechslung

Das Frühlingsfest, sagt Sommerer, habe mit Qualität gelockt. "Es sind viele Kollegen da, die auch beim Volksfest mit dabei sind. Dennoch wollen wir mit dem Frühlingsfest einen Kontrast schaffen zum Volksfest. Wir geben uns wirklich sehr viel Mühe hier auf dem Platz, damit wir den Besuchern etwas bieten." Das mache sich auch in den Aussagen der Besucher bemerkbar. "So mancher verwechselt das Frühlingsfest mit dem Volksfest. Und wundert sich, dass das Volksfest diesmal aber ungewöhnlich klein sei", sagt Sommerer.

Bayreuther Bierhütte kommt gut an

Was bei den Schaustellern gut ankomme, sei das auf fünf Jahre angelegte Projekt Bayreuther Bierhütte, das in diesem Jahr zum zweiten Mal umgesetzt wurde: Eine Hütte mit Platz für rund 300 Menschen, bewirtet von neun Bayreuther Vereinen. An jedem Tag hat ein anderer Verein die Mütze auf, kann ausschenken und versuchen, so viele Menschen wie möglich zum Besuch des Frühlingsfestes zu bewegen. "Das funktioniert an sich ganz gut", sagt Sommerer. "Aber es muss sicher noch wachsen." 

Positiver Trend

Verkehrsdirektor Jan Kempgens von der Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH (BMTG) sagt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass es unter den neun Tagen der Bewirtung durch die Vereine schwächere Tage gegeben habe. Was sicher zum Teil dem Wetter geschuldet gewesen sei. Aber: "Es  muss so sein, dass die Vereine ihre Mitglieder und ihr Umfeld ansprechen. Denn wenn in der Hütte Betrieb ist, dann profitieren die Schausteller", sagt Kempgens. Generell sei die Bayreuther Bierhütte jedoch "eine sehr positive Sache, weil es den vereinen die Möglichkeit gibt, sich zu präsentieren". Wie bereits bei der Premiere im vergangenen Jahr sei auch in diesem Jahr die Party des SC Kreuz gut beim Publikum angekommen. Die Hütte war voll. "Ein positiver Trend", sagt Sommerer.

"Man muss den Leuten was anbieten"

Dennoch, sagt Kempgens, sei die Bayreuther Bierhütte "eine große Herausforderung für uns als Veranstalter. Größer, als wenn wir mit einem Festwirt zusammenarbeiten. Denn so sind es neun Partner, denen wir an jedem Tag aufs Neue die Hütte übergeben und am nächsten Tag wieder zurücknehmen. Aber es funktioniert gut." Frank Becker, der Vorsitzende des SC Kreuz, sagt - stellvertretend für die anderen Vereine befragt - es sei sicher ein Vorteil, wenn der Verein, der die Bierhütte bewirtschaftet, "entsprechende Erfahrung mitbringt. Wir haben die durch die Kreuzer Kerwa. Und wir haben auch die Leute, die mit hinlangen." Man müsse, sagt Becker, "den Leuten auch was anbieten. Man kann nicht einfach die Hütte aufsperren". Und hoffe, dass die Leute kommen. Das Konzept, den Vereinen die Möglichkeit zu eröffnen, sich zu präsentieren, sei gut. "Mit den Leuten von der BMTG kann man gut zusammenarbeiten."  

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