Hendrik Schröder ist zufrieden. Der Spielbetrieb auf Probe im Friedrichsforum ist nach Jahren des Wartens letztendlich losgegangen. Als Verantwortlicher für das künstlerische Programm kann er nun die ersten Früchte seiner Arbeit ernten.Noch sei das Friedrichsforum nicht der Hausherr. Und noch seien an einigen Ecken und Enden Bauarbeiten im Gange, wie Schröder bei einem Rundgang erläutert. Doch davon bekämen die Besucher glücklicherweise nichts mit. Wenn hinter den Kulissen noch Fugen verfüllt, Anschlüsse erprobt und Böden gewischt werden. Für die Gäste und Künstler ist das neue städtische Kultur- und Konzerthaus jedoch bereit.Seit April und dem großen Konzert des Bundesjugend- und des Bundesjazzorchesters werden nach und nach alle Räume zum ersten Mal bespielt. Unterschiedliche Formate werden ausprobiert, um zu sehen, wie sie vom Großen bis zum Kleinen Saal, dem Balkonsaal und dem Hofgartensaal wirken. Natürlich seien da noch „Kinderkrankheiten“ zu beheben: bei 35 Millionen Euro eingebauter Technik ist alles genau aufeinander abzustimmen.
Optisch ist alles mehr als gelungen. Alle Säle folgen einem eigenen Farbsystem, unterstreicht Schröder. So ist die Leitfarbe für den Balkonsaal zum Beispiel Rot. Nicht nur die Stühle und die Vorhänge haben die Farbe Rot. Sogar die Toiletten sind rot gefliest. Gerade wird der separat zugängliche Balkonsaal für eine Tagung der Volkshochschulen umgebaut. Er hat eine Grundfläche von 310 Quadratmeter. Die mobilen Podestbühne ist flexibel bespielbar.