Paris - Jan-Lennard Struff hatte auch lange nach seinem überraschenden Erstrunden-Sieg gegen den Russen Andrej Rubljow noch eine Gänsehaut. „Die Stimmung war einfach geil. Dafür spielen wir Tennis“, sagte der 31 Jahre alte Warsteiner nach seinem Coup in Paris. Trotz der Corona-Lage dürfen in diesem Jahr bei den French Open in der ersten Woche pro Tag rund 5000 Zuschauer auf die Anlage im Stade Roland Garros. Einige Hundert davon hatten am Dienstag den Weg zu Court 14 gefunden und sorgten nach der monatelangen Corona-Tristesse endlich einmal wieder für Party-Stimmung. „Es hat riesig Spaß gemacht“, sagte Struff nach seinem hart umkämpften 6:3, 7:6 (8:6), 4:6, 3:6, 6:4 gegen den Weltranglisten-Siebten. Es war Struffs erster Sieg bei einem Grand Slam gegen einen Top-Ten-Spieler.