Frankenesel feiern für den guten Zweck

Der Verein Frankenesel spendet den Erlös der Veranstaltungen für gemeinnützige Zwecke. Das Foto zeigt (von links) Michael Haberberger, Fabian Körber, Marco Haas und Fabian Weißenberger. Foto: Ralf Münch

Sie wollten Spaß haben und sie wollten etwas Sinnvolles gleichzeitig machen, sagt Fabian Körber. Er ist Vorsitzender des Vereins Frankenesel. Sie organisieren Feste und Veranstaltungen. Der Erlös geht an gemeinnützige Zwecke.

"Ursprünglich war das mal ein kleiner Stammtisch", erzählt Körber. Es kamen junge Männer aus dem Raum Pottenstein. "Wir kennen uns alle schon aus der Schule", sagt er. Aber mehr als ab und zu ein Kartenturnier gab es nicht. "Wir sind jung, gehen fort und haben Spaß", sagt Körber. Dabei ist die Idee entstanden, einen Verein zu gründen und etwas anderes zu machen.

König von Lloret de Mar

Zusammen mit Marco Haas, Fabian Weißenberger und Michael Haberberger führt er den Verein. "Aber wir machen nichts alleine, es ist immer jeder in Planungen und Entscheidungen eingebunden", so Körber. Dass sie die Erlöse spenden wollen, zum Beispiel an den Kindergarten oder das Altenheim, war gleich von Anfang an klar. Und, dass das Ganze auf der Veranstaltungsschiene laufen soll, auch. So zum Beispiel am kommenden Samstag in Altdorf. "Da machen wir etwas mit DJ N'Farmer, bekannt aus der Serie Bauer sucht Frau", sagt der 20-Jährige. Die nächste Veranstaltung soll dann im Musikcenter Trockau Ende November mit Don Francis, dem König von Lloret de Mar sein. Den haben sie beim Urlaub in Spanien kennengelernt und gleich Kontakt geknüpft.

Flugblätter und Plakate

Die Jungs von Frankenesel organisieren alles rund um die Veranstaltung, knüpfen Kontakte zu potenziellen Stars, die auftreten könnten, machen die Werbung mit Flugblättern und Plakaten, kümmern sich einfach um alles. "In Trockau werden wir Rucksäcke mit dabei haben und kleine Getränke quasi als Zuckerl verteilen", sagt Körber. Der Erlös kommt aus den Eintritten nach Abzug der Unkosten. Mit 1000 bis 2000 Euro rechnen die Jungs schon. Die erste Spende soll an den Pottensteiner Kindergarten gehen.

Elf Mitglieder

Elf Mitglieder zählt der Verein zurzeit, zehn Euro Beitrag fallen im Monat an. Bislang haben wurde das Geld für die Erstellung einer Homepage, die diese Woche erscheinen soll, und für Poloshirts verwendet. Erste Erfahrungen beim Organisieren von Veranstaltungen haben die Jungs bei einem Hoffest in Prüllsbirkig oder bei Hochzeiten gesammelt. Und die Arbeit macht ihnen Spaß. "Uns geht es auch darum, Traditionen zu bewahren", erklärt Körber. Viele Jugendlichen würden den ländlichen Raum verlassen. Das wollten die jungen Männer nicht. Von Berufswegen sind sie in Nürnberg als Student oder Auszubildender in Pegnitz unterwegs. Aber sie wollten etwas für ihre Heimat machen und sich engagieren.

Treffen im Sportheim

Der Stammtisch hieß ursprünglich Landesel. Das haben sie gegen das Wort Franken getauscht, wollten auf ein Stück Kultur aufmerksam machen. "Und Esel sind wir ja alle irgendwann mal", sagt Körber lachend. Momentan sind nur Jungs in dem Verein. Das läuft einfacher und besser, erklären die vier diplomatisch. Einmal in der Woche treffen sie sich, meist im Pottensteiner Sportheim. Sie kennen sich einfach schon lange. Ein paar Mitglieder mehr wären aber nicht schlecht, sagen sie. Denn Arbeit gibt es genug. Zu viele sollen es aber auch nicht sein, denn es soll weiter jeder mit entscheiden. Und das geht nur bei einer überschaubaren Zahl von Mitgliedern.

 

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