Franken sind glücklicher als Süd-Bayern

Die Franken werden immer glücklicher. Sie sind zufriedener mit ihrem Leben als die Menschen in Südbayern. Dies steht im aktuellen Glücksatlas Deutschland, der als repräsentative Untersuchung gewertet werden kann.

Archivfoto: dpa Foto: red

Die Franken sind zufriedener als die Menschen in Südbayern. Das geht aus dem Glücksatlas hervor, den die Deutsche Post einmal im Jahr als repräsentative Studie erhebt und am Dienstag in Berlin vorstellte. Die Umfrage basiert auf Fragen zu verschiedenen Lebensbereichen wie Arbeit, Wohnen und Gesundheit. Franken belegt mit 7,22 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10 bundesweit Platz 2 hinter Schleswig-Holstein (7,41). Das südliche Bayern (7,17) rangiert auf Platz 8. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern (6,77).

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Gründe für die vergleichsweise hohe Zufriedenheit der Franken sind der Studie zufolge eine niedrige Arbeitslosenquote und hohe Einkommen. «Beide Faktoren sind neben dem sozialen Umfeld und der Gesundheit mitentscheidend für die Zufriedenheit der Menschen», sagte Mitautor Bernd Raffelhüschen, Finanzwissenschaftler an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Die Arbeitslosenquote in Franken liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, aber über der Quote in den anderen Regierungsbezirken Bayerns. Warum die Franken trotzdem zufriedener damit sind als die Menschen im übrigen Freistaat, ist nicht bekannt.

2013 noch auf Platz 13

Laut der Erhebung sind die Franken in den vergangenen Jahren immer glücklicher geworden. 2013 lag der Norden Bayerns im bundesweiten Regionenvergleich noch auf Platz 13. Über die Plätze 9 (2014) und 5 (2015) gelang nun der Sprung auf Rang 2. In der Zufriedenheitsbewertung der einzelnen Lebensbereiche werden fast durchgehend hohe Werte erreicht. Ihre Gesundheit bewerten die Franken mit 6,4 Punkten allerdings etwas niedriger als die Menschen im Rest der Republik (6,5).

Auch die Südbayern sind mit den meisten Bereichen ihres Lebens überdurchschnittlich zufrieden. Nur in der Kategorie «Wohnen und Freizeit» wird die Zufriedenheit etwas geringer bewertet als im Bundesdurchschnitt. Als Grund dafür werden die hohen Mietkosten vermutet.

Bundesweit ist das gefühlte Glück trotz Terrorgefahr und Flüchtlingskrise gestiegen: von 7,02 Punkten im Jahr 2015 auf nun 7,11. Dies sei der höchste Wert seit Beginn der Glücksatlas-Erhebung 2011, sagte Raffelhüschen.