Die Baufreigabe liege vor, die erste Ausschreibung laufe, erläuterte Porsch. Für die weiteren Arbeiten, die europaweit ausgeschrieben werden müssen, werde die Vergabe vermutlich im Dezember folgen. Die Baukosten bezifferte Porsch auf 9,1 Millionen Euro, abzüglich der Zuschüsse bleibt ein Betrag von 7,5 Millionen Euro. Für die gesetzlich vorgeschriebene Phosphor-Eliminierung könnte noch eine sechsstellige Fördersumme fließen, auch Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber habe mögliche weitere Zuschüsse zugesagt.

"Sehr salopp“

Daraufhin meldete sich dritter Bürgermeister Franc Dierl (CSU) zu Wort. Er zeigte sich „überrascht“ von den Zahlen. Demnach seien 2017 für Neubau und Sanierung der Kläranlage 4,1 Millionen Euro Kosten veranschlagt worden, im Mai 2019 seien es dann 7,85 Millionen Euro gewesen, und nun 9,1 Millionen Euro. Porsch erwiderte, in der jüngsten Vergleichsberechnung seien die 9,1 Millionen Euro dargestellt worden. „Da müssen wir noch einmal nachfragen“, entgegnete Dierl. Er warf dem Planungsbüro vor, „sehr salopp mit den Millionen“ umzugehen; die Zahl von 9,1 Millionen Euro sei in keiner Sitzung gefallen. Die Berechnung vom Mai 2019 müsse nochmals vorgelegt werden.

Fragen nach Steigerung

Gernot Hammon (Freie Wähler) meinte, der Planer habe im Mai 2019 von Gesamtkosten minus Förderung, also von 7,85 Millionen Euro, gesprochen. Habe es denn nochmals eine Kostensteigerung gegeben?, fragte Hans Schmid (Freie Wähler).

Teurer wegen Corona

In der letzten Zeit sei das nicht der Fall gewesen, berichtete Bürgermeister Porsch. Die Zahlen seien so ans Wasserwirtschaftsamt gegangen. Wie belastbar die Daten seien, könne er derzeit nicht sagen. Er hoffe, dass das Vorhaben günstiger werde, doch Corona habe die Baukosten nach oben getrieben.