Entlang der viel befahrenen Bundesstraße gibt es schon Radwege: Im Westen von Behringersmühle in Richtung Ebermannstadt sowie im Osten von Elbersberg bis Pottenstein. Auf dem Rest der Strecke müssen sich die Radfahrer die Straße mit den Autos teilen. Der Tüchersfelder Stadtrat Erwin Sebald hat darauf hingewiesen, dass auf diesem Abschnitt das Ausweichen für Radler nahezu unmöglich wurde, weil entlang der B 470 an mehreren Stellen seitliche Leitplanken angebracht worden sind. Abhilfe soll nun ein neuer Radweg-Abschnitt schaffen.

Planung in drei Abschnitten

Schnabel erläuterte anfangs die grundsätzliche Problematik. „Entlang der B 470 wünscht sich die Bevölkerung schon seit Langem einen Radweg. Doch ähnlich wie in den Tälern der Wiesent und des Ailsbaches stellt uns hier die Topografie vor große Probleme.“ Im Bauamt hat man sich deshalb entschlossen, den etwa 6,4 Kilometer langen Bereich zwischen Pottenstein und Behringersmühle in drei Abschnitte aufzuteilen. Der erste (der engste Teil) reicht bis zur Bärenschlucht; der zweite dann bis Tüchersfeld. Der dritte Abschnitt, für den schon konkrete Pläne bestehen, komplettiert die Strecke dann bis nach Behringersmühle. „Wir werden mit diesem Abschnitt beginnen, weil hier die Talaue noch nicht so eng bemessen ist wie in den weiter östlich gelegenen Teilen des Püttlachtales“, sagte Schnabel.

Grenze zum Landkreis Forchheim

Kurz vor Behringersmühle wird die Grenze zum Landkreis Forchheim überschritten. Hier wäre eigentlich das Staatliche Bauamt Bamberg zuständig. Damit sich aber nicht zwei Ämter mit einer Trasse beschäftigen müssen, wurde beschlossen, dass Bayreuth diesen Abschnitt übernimmt.

Drei Varianten

Zwischen Behringersmühle und Tüchersfeld gab es drei Varianten, wo ein Radweg verlaufen könnte. Der bestehende Weg am Hang wurde ebenso verworfen wie eine neue Trasse zwischen der Bundesstraße und der Püttlach. Die Planer werden auf den bestehenden Wanderweg am nördlichen Ufer des Flüsschens zurückgreifen. In diesem Bereich ist der Kanal in die Erde verlegt worden. „Für diesen Abschnitt hat das Staatliche Bauamt bereits Gespräche mit den Grundstücksbesitzern geführt“, so Schnabel weiter. Auch eine Brücke, die die Überquerung der Püttlach kurz vor der Kohlsteiner Straße ermöglicht, existiert bereits. In Tüchersfeld hat sich die Bevölkerung schon mehrfach für eine Verkehrsinsel unterhalb des Museums starkgemacht, damit Personen gefahrlos die Bundesstraße überqueren können. Dieses Anliegen möchten Schnabel und die Planer gern umsetzen. Doch auch dafür müssen Gespräche mit Grundstücksbesitzern geführt werden.

Verlängerung des Radwegs

Im Bauamt denkt man bereits schon weiter. Denn eine Verlängerung des Radwegs bis zum Campingplatz wäre wünschenswert. Hier haben die Planer schon eine Trasse entlang des Waldrands im Visier. Auf diesem Abschnitt befinden sich entlang der B 470 fest installierte Leitplanken, die für Radler äußerst gefährlich sein können, wenn hier beispielsweise gleichzeitig auch noch zwei Lastwagen aneinander vorbei wollen.Erwin Sebald wies darauf hin, dass auf der geplanten Trasse entlang der Püttlach der Kanal nicht sehr tief verlegt worden ist, „das ist nur etwa ein Meter“. Auch hier meinte Schnabel, dass man das Gespräch mit den Grundeigentümern suchen müsse.

INFO: Keine Aussagen machte Schnabel aber zu den nächsten möglichen Bauabschnitten im Tal in Richtung Pottenstein. Er meinte lediglich, dass hier mit hoher Wahrscheinlichkeit aufwendige Stützbauwerke gebraucht werden – wie sie in der Vergangenheit bereits zwischen dem Weiherbachstaler Männchen und dem Parkplatz der Teufelshöhle errichtet worden sind.