Rank arbeitet schon immer mit Frenzelit zusammen. Er hat auch in den Werken in Himmelkron und Goldmühl den Teppichboden verlegt. Zusammen werden das wohl 3000 Quadratmeter gewesen sein, mit dem Auftrag in den USA jetzt, schätzt er. Und überall ist es der gleiche: Dunkelblau mit kleinen grauen Kästchen. Da passen am besten die hellgrauen Büromöbel dazu. „Das ist Objektware, die in Bielefeld hergestellt wird“, erklärt er. Das heißt, das Material ist besonders pflegeleicht und strapazierfähig. Es macht nichts aus, wenn ständig Bürostühle darüber rollen.

Verwandtschaft in Amerika

Für das US-Werk sollte er eigentlich nur den Teppichboden liefern. Aber dann kamen die Amerikaner mit dem Verlegen nicht zurecht. Also fragte er Nützel, der in Heinersreuth ein Geschäft hat, ob er die Arbeit übernehmen würde. „Ich habe Verwandtschaft drüben und kann Englisch“, sagt Karl Nützel. Die Herausforderung habe ihn schon gereizt und er hat andere Aufträge dafür verschoben. Vergangene Woche ist der 57-Jährige nun mit seinem Sohn von München nach Charlotte geflogen. Einen Leihwagen und das Hotel stellte Frenzelit.

„Das war schon ein Abenteuer am Anfang“, erzählt Nützel am Telefon. In Deutschland ist gerade später Nachmittag, Nützel war in USA gerade nach dem Frühstück zum Baumarkt gefahren. Als sie in Charlotte ankamen, lagen drei Zentimeter Eis und nichts war geräumt. Aber passiert ist zum Glück nichts. Und wie war das Arbeiten mit den Amerikanern? „Sie sind etwas langsamer als die Deutschen“, sagt Nützel diplomatisch. Aber ansonsten war es prima, sie waren sehr kooperativ. Vor allem, weil ja mehrere andere Handwerker noch in dem neuen Werk beschäftigt waren. Am Dienstag sind Nützel und sein Sohn mit der Arbeit fertig geworden. Heute Abend fliegen sie wieder nach Deutschland zurück, morgen früh landen sie. „Jetzt haben wir noch zwei Tage, um uns ein wenig die Gegend anzuschauen.

Umstieg auf Laminat

Helmut Rank hat jeden Tag telefonischen Kontakt mit den beiden. Wenn der Boden fertig verlegt ist, wollen sie ihm Bilder schicken, damit er sieht, ob alles passt. Für Rank, der vier Mitarbeiter hat, ist das ein großer Auftrag, rund 40 000 Euro wird er ihm bringen. Ansonsten verlegt er eher weniger Teppichböden. „Die Leute sind mehr auf Parkett, PVC, Vinyl oder Laminat umgestiegen“, hat er festgestellt. Das ist pflegeleichter. Auf den Baustellen selber arbeitet der 60-Jährige nicht. Er ist gelernter Kaufmann, kümmert sich um die Kunden. „USA - das ist schon etwas Besonderes“, sagt er.

Auch Harald Reichel von Frenzelit, der das Projekt in Amerika betreut, ist mit Rank und seiner Arbeit zufrieden. „Deshalb haben wir ihn ja auch gefragt, ob er seine Leute rüberschicken kann“, sagt er. Und eigentlich ist alles gut gelaufen, obwohl es anfangs Probleme mit dem Material gab, denn der gelieferte Teppich hatte Druckfehler. Dadurch sind sie etwas in Zeitverzug gekommen. Aber Ende Februar soll jetzt die Eröffnung des neuen Werkes sein.