Schumacher fällt weit zurück
Dass das für Mick Schumacher nicht der Fall war, lag an einem Dreher gleich zu Beginn - unverschuldet. Von Platz zwölf aus losgefahren, wurde er von Esteban Ocon mit dessen Alpine gerammt. Dreher, Schaden am Wagen. Der 22-Jährige konnte zwar weiterfahren, fiel zunächst jedoch weiter zurück.
Vorn versuchte es Verstappen mit einem früheren Reifenwechsel als Leclerc. Er kam zwar näher dran, aber es reichte nicht, um durch den Boxenstopp die Führung zu übernehmen. Dann aber: In der 17. Runde, die Funken sprühten auf der Start- und Zielgerade unterm Red Bull, Verstappen bremste spät, zog innen an Leclerc vorbei. Der Monegasse konterte umgehend, passierte Verstappen wieder. Und so ging es dann auch erstmal weiter. Die Reifen qualmten.
Rivale Verstappen versuchte es auch beim zweiten Reifenwechsel wieder mit einem früheren Stopp. Ferrari reagierte aber umgehend, holte Leclerc ebenfalls rein. Es reichte.
Regeln nach Skandal von Abu Dhabi überarbeitet
Verstappen motzte mit dem eigenen Team und klagte nach dem zweiten Reifenwechsel auch noch über Lenkprobleme. Dann die Safety-Car-Phase, weil der Alpha Tauri von Pierre Gasly brannte. Nach dem Skandal von Abu Dhabi wurden die Regeln überarbeitet, die Rennleitung ersetzt. Und alles ging glimpflich aus.
Leclerc verteidigte erneut seine Position gegen Verstappen und fuhr den ersten Sieg für Ferrari seit dem 19. September 2019 durch seinen damaligen Teamkollegen Sebastian Vettel in einer ebenso spektakulären Schlussphase ein. Leclerc war damals Zweiter geworden.