Sie sitzen in ihrem Gemeindehaus zusammen und betrachten kopfschüttelnd zwei riesige rot markierte Flächen, die bis an ihr Dorf heranreichen. Stellt man den Plan aufrecht, sieht es ein bisschen aus, als wäre die 60 Seelen-Ortschaft Steinbach in eine große Schale eingebettet. Von allen möglichen Stellen in Steinbach, aber auch von der Straße aus und vor allem von Marienweiher aus werde man, sollte der Solarpark tatsächlich im geplanten Umfang realisiert werden, auf Solarpaneele blicken, lautet die Befürchtung der Steinbacher. Wie dicht die insgesamt rund 31 Hektar große Anlage an ihr Dorf heranrückt, machen die Bürger vor der Tür des Gemeindehauses klar. Im Hintergrund ist ein Wald und davor ein frisch geackertes Feld zu sehen. Der Blick fällt auf freie Natur. Noch. Werden die Pläne umgesetzt, würde da vielleicht schon bald eine PV-Anlage stehen, sagen die Steinbacher und fürchten, dass das den Wert ihrer Häuser beeinträchtigt. Genau sagen können die Steinbacher das aber nicht. Sie fühlen sich bislang schlecht informiert über dieses Projekt, das immerhin direkt vor ihrer Haustür verwirklicht werden soll. Und veräppelt fühlen sie sich auch – von ihrem Bürgermeister Franz Uome.
Forderungen gestellt Bürger protestieren gegen Pläne für Solarpark
Melitta Burger 06.10.2024 - 16:00 Uhr