Natürlich war es nur ein selbstironischer Scherz, zu dem sich Finn Große-Freese trotz der unübersehbar extremen Erschöpfung im Ziel der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt vor der Fernsehkamera des Hessischen Rundfunks noch aufraffen konnte: „Ganz ehrlich: Auf Hawaii habe ich im Moment gar keinen Bock. Mir geht es gerade nicht so gut.“ Am Tag danach legte sich der Triathlet vom SV Bayreuth schon darauf fest, dass er sich die mit so großem Kampfgeist erarbeitete Chance auf die Teilnahme an der Ironman-Weltmeisterschaft am 26. Oktober auf der legendären Strecke bei Kailua-Kona nicht entgehen lassen will: „Ich habe sehr viel positive Resonanz bekommen. Sicher werde ich noch versuchen, Sponsoren zu finden. Aber selbst wenn das nicht gelingt, möchte ich die Möglichkeit wahrnehmen. Langfristig ist es für die Laufbahn die richtige Entscheidung.“ In Frankfurt fiel Große-Freese noch dadurch auf, dass er ohne Werbung am Körper ins Rennen ging. Nicht einmal der Schriftzug des Radherstellers war zu sehen.