Feuerwerk vor der Pause Altstädter zerlegen FV Illertissen mit 7:2

Schon in der ersten Minute hatten die Altstädter Grund zum Jubeln: Ivan Knezevic traf nach Alexander Pillers Maßflanke per Kopf zum Führungstreffer. Foto: Peter Kolb

FUßBALL. Der erste Altstädter Sieg dieser Regionalliga-Saison vor heimischer Kulisse ist perfekt – und mit dem 7:2 (5:1) gegen den FV Illertissen fiel er am Freitag Abend auch recht deutlich aus. Es war der höchste Erfolg einer Mannschaft der SpVgg Bayreuth seit der Zugehörigkeit zur Vierten Liga. Den Grundstein legte das Team von Trainer Timo Rost vor der Pause, als binnen neun Minuten vier Treffer gelangen.

Nach der Devise „Never change a winning team“ setzte der Bayreuther Coach auf die gleiche Formation, die zuletzt in Augsburg erfolgreich geblieben war. Und seine Mannschaft schien das in sie gesetzte Vertrauen vom Anpfiff weg zurück zu zahlen. Gerade einmal eine Minute war vergangen, als die Altstädter nach einer Bilderbuchkombination über gefühlte zehn Stationen durch einen Kopfball von Ivan Knezevic im Anschluss an einer Maßflanke von Alexander Piller in Führung gingen.

Keine Sicherheit durch schnelle Führung

Doch wer geglaubt hatte, dieser schnelle Treffer würde den Platzherren Sicherheit verleihen, sah sich getäuscht. Vielmehr blieben die Allgäuer von diesem Gegentreffer weitgehend unbeeindruckt, hielten dagegen. Zwingende Gelegenheiten blieben dank einer aufmerksamen SpVgg-Abwehr um Torwart Sebastian Kolbe zunächst Mangelware. Pech für die Altstädter, dass ausgerechnet ein Eigentor für den überraschenden Ausgleich herhalten musste, als Kolbe eine für Kai Luibrand gedachte Hereingabe durch die Beine ins Tor rutschen ließ (15.).

Christoph Fenninger bricht den Bann

Mit der Souveränität war es auf SpVgg-Seite dann erst einmal dahin, und es dauerte bis zur 24. Minute, ehe man wieder einmal einen Schuss auf das Illertisser Gehäuse abfeuerte. Philipp Messingschlager tauchte nach einer Ablage von Anton Makarenko vor Torwart Kevin Schmidt auf, der in halsbrecherischer Manier klärte. Der Brustlöser war es allerdings noch nicht, denn nach wie vor waren die Allgäuer trotz einer fünfeinhalbstündigen Anfahrt präsenter, ließen nur wenig zu. Nach 37 Minuten war der Bann dann aber doch gebrochen: Zunächst klärte Schmidt nach einem Kopfball von Edwin Schwarz und einem Schuss von Tobias Weber glänzend, gegen den Nachschuss des starken Christoph Fenninger war er schließlich machtlos. Und nur 120 Sekunden später profitierte Knezevic von einem Stellungsfehler seines Gegenspielers Benedikt Krug, tauchte alleine vor Schmidt auf und tunnelte den Gästekeeper zum 3:1. Das war aber vor der Halbzeit noch nicht alles: Piller setzte auf der linken Angriffsseite zu einem unwiderstehlichen Flankenlauf an, passte auf den frei gelaufenen Knezevic, der seinen dritten Treffer markierte (45.). Eine Zeigerumdrehung später erlief Piller einen langen Ball aus dem Mittelfeld, zog in Robben-Manier ab und profitierte davon, dass Marius Wegmann den Ball unhaltbar zum 5:1-Pausenstand abfälschte. Damit war den Gästen weitgehend der Zahn gezogen.

Altstädter lassen nicht nach

Es sprach für die Altstädter Moral, dass sie auch im zweiten Durchgang nicht nachließen. Der wie aufgezogen spielende Kapitän Makarenko erlief einen Ball des ebenso nimmermüden Knezevic, bugsierte das Spielgerät elegant in die lange Ecke und machte das halbe Dutzend voll (52.). Die eingewechselten Christopher Kracun und Marcel Schiller (für die überzeugenden Patrick Weimar und Piller) sorgten für neuen Schwung, für das 7:1 zeichneten die Gäste allerdings wieder selbst verantwortlich. Schiller setzte Johannes Golla ein, und dessen Schuss fälschte Manuel Strahler vor dem einschussbereiten Fenninger abermals unhaltbar für den bedauernswerten Schmidt ab (77.).

Dann waren mal wieder die Gäste an der Reihe: Im Gegenzug fasste sich Marco Hahn ein Herz und versenkte das Spielgerät im rechten oberen Eck, ein sehenswerter Treffer, den sich die nie aufsteckende Elf von Trainer Marco Küntzel redlich verdient hatte. Dass es bei den beiden Gegentreffern blieb, hatten die Altstädter dann ihrem Torwart Kolbe zu verdanken, der seine Konzentration auch in den Schlussminuten bei einigen gefährlichen Weitschüssen hochhielt.

Statistik

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Golla, Weber, Schwarz, Messingschlager – Makarenko (74. Sulmer), Weimar (63. Schiller), Wolf, Piller (63. Kracun) – Fenninger, Knezevic.

FV Illertissen: K. Schmidt – Pangallo, Krug (56. Strahler), Wegmann, Zeller – Herzel, Hahn, Nebel, Glessing (59. Schmid) – M. Strobel, Luibrand.

SR: Speckner (Schloßbach); Ecken: 4:5; Zuschauer: 600.

Tore: 1:0 Knezevic (1.), 1:1 (15. – Eigentor), 2:1 Fenninger (37.), 3:1, 4:1 Knezevic (39., 45.), 5:1 Piller (45.+1), 6:1 Makarenko (55.), 7:1 Strahler (77. – Eigentor), 7:2 Hahn (78.).

Gelbe Karten: Messingschlager, Makarenko, Schwarz – Hahn, Herzel.

 

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