Feuerwehr Pegnitz Weihe für neues Löschfahrzeug

Richard Reinl
Der künftige Pfarrer Norbert Förster und Dekan Markus Rausch weihten in ihrer ersten gemeinsamen Aktion das neue HLF20 der Feuerwehr. Foto: Richard Reinl

Mit vereinter ökumenischer Kraft segneten Pfarrer Norbert Förster und Dekan Markus Rausch das neue Feuerwehrauto. Die Anschaffungskosten betrugen 440.000 Euro.

Das hatte Symbolcharakter: In ihrer ersten gemeinsamen Aktion weihten der künftige Pegnitzer Pfarrer Norbert Förster und der evangelische Dekan Markus Rausch das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF20 der Feuerwehr. Ihr gemeinsames Credo: „Helfen ist nicht nur eine Pflicht, helfen zu können ist auch eine Gnade.“

Der Festakt fand im Rahmen der pandemiebedingt verschobenen Hauptversammlung für das Jahr 2021 im Feuerwehrhaus statt, zu der Vorsitzender Helmut Graf auch eine Abordnung der Patenwehr aus Auerbach mit Thomas Kormann an der Spitze begrüßte, mit Werner Vogel und Walter Kurz auch zwei Pegnitzer Stadträte.

Eigenmittel in Höhe von 277.000 Euro

Zweite Bürgermeisterin Sandra Huber rechnete vor, dass die Stadt für das 440.000 Euro teure Fahrzeug nach Abzug von Zuschüssen der Regierung (125.000 Euro) und des Landkreises (38.000 Euro) rund 277.000 Euro an Eigenmitteln aufbringen musste. Wenn die Kommune auch noch den Kauf einer neuen Drehleiter beschlossen habe, so beweise das die Wertschätzung für die Arbeit der Wehr.

Feuerwehr fordert und bringt auch viel

Kreisbrandrat Hermann Schreck hielt es in diesem Zusammenhang für zwingend notwendig, den Standard der Ausrüstung zumindest zu halten, schließlich sei Pegnitz mit der größten Wehr im Landkreis ein Eckpfeiler, wie zahlreiche überörtliche Einsätze beweisen: „Die Feuerwehr fordert nicht nur, sie bringt auch viel an unbezahlbarem ehrenamtlichem Engagement ein.“

Zweites Basisfahrzeug zum Brandschutz

Kommandant Roland Zahn erläuterte, dass das neue HLF20 ein im Jahr 1986 vom Bund für den Katastrophenschutz zur Verfügung gestelltes Löschfahrzeug LF16 ersetze, dessen Ausrüstung nicht mehr zeitgemäß gewesen sei. Damit stehe nunmehr ein zweites Basisfahrzeug für den Brandschutz und technische Hilfeleistungen zur Verfügung, ausgestattet unter anderem mit einem 2000 Liter fassenden Wassertank, 120 Litern Schaumlöschmittel, einer Seilwinde, Spreitzern und Rettungsscheren sowie einem Stromaggregat.

In der Hauptversammlung listete Helmut Graf auf, dass der Verein zuletzt den Kauf von Helmen, eines Laptops und von Möbeln für die Florianshütte bezuschusst habe. Möglich war dies, weil die 276 Mitglieder mit ihren Beiträgen und Spenden von 1500 Euro laut Auskunft des Schatzmeisters Wolfgang Brade für einen Überschuss von knapp 3500 Euro in der Kasse gesorgt hatten.

141 Einsätze im vergangenen Jahr

Kommandant Roland Zahn ließ die 141 Einsätze des Jahres 2021 kurz Revue passieren. Neben 51 Bränden und 70 technischen Hilfeleistungen hob er insbesondere die Bereitstellung von Sandsäcken bei einem Hochwasser im Raum Bad Berneck und Bindlach sowie den Hilfseinsatz bei der Unwetterkatastrophe im Ahrtal hervor. Dankbar zeigte er sich für den Zuwachs von zehn neuen Aktiven. Diese kamen zum Teil aus der Jugendwehr, für die Markus Stieg ebenfalls einen Zuwachs von neun Nachwuchskräften meldete.

Auch Ehrungen standen auf dem Programm: Urkunden erhielten das Ehrenmitglied Horst Kühnemann für 60 Jahre Mitgliedschaft, zahlreiche Aktive für bis zu 30 Jahre Dienst und nicht zuletzt Kommandant Roland Zahn für 40 Jahre „Leben für die Feuerwehr“, so KBR Hermann Schreck.

Zum Schluss wünschte sich Bernd Bauer eine Aussprache zwischen dem Stadtrat und den Bürgermeistern mit den Aktiven zum besseren Verständnis der Notwendigkeiten bei den teuren Anschaffungen. Zweite Bürgermeisterin Sandra Huber lobte dies als gute Idee.

 

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