Zahlreiche Feuerwehren waren in der Nacht zum Mittwoch in der Mainleuser Firma Arno Friedrichs Hartmetall im Einsatz. Doch die erste besorgniserregende Meldung, es gebe ein Feuer im Gefahrstofflager des Unternehmens, bestätigte sich glücklicherweise nicht. Das Feuer, ausgelöst nach Angaben der Polizei durch einen technischen Defekt vermutlich in der Klimaanlage, war in einem Nebenraum des Lagers ausgebrochen. Weil ein aufmerksamer Mitarbeiter den Brand auf dem Weg zum Parkplatz gerade noch rechtzeitig bemerkt hatte, konnten die Flammen schnell gelöscht werden, bevor größerer Schaden entstand. Die Polizei schätzt ihn auf dennoch auf mindestens 35.000 Euro.

Um 0.18 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert, informiert die Polizei. Der Alarm war wegen der Meldung, es handle sich um ein Feuer in einem besonders sensiblen Bereich des Unternehmens, besonders weiträumig ausgelöst worden. Die Feuerwehren aus dem gesamten Mainleuser Bereich, aus Kulmbach, Burgkunstadt und die Atemschutzlogistik aus Stadtsteinach waren angefordert worden. Insgesamt, sagt Feuerwehr-Sprecher Yves Wächter, waren 115 Kräfte im Einsatz, dazu vier Rettungswagen, zwei Notärzte und auch zwei Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks. Vier Atemschutztrupps waren im Gebäude, acht weitere in Bereitstellung. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde, wie Yves Wächter berichtet, auch die Bevölkerung in den umliegenden Häusern aufgefordert, ihre Fenster geschlossen zu halten. Glücklicherweise sei aber der Rauch hauptsächlich in Richtung der Bundesstraße 289 gezogen und nicht in den Ort, informiert ein Sprecher der Kulmbacher Polizei.

Die Feuerwehrleute entdeckten schnell, dass es nicht direkt im Gefahrstofflager bannte, sondern zu diesem Zeitpunkt lediglich ein Nebenraum betroffen war. Das Feuer in der technischen Anlage hatte zu diesem Zeitpunkt bereits auf Waren übergegriffen, die in dem Raum gelagert waren. Es galt zu verhindern, dass der Brand auch das Gefahrgutlager erreicht.