Feuerwehr Bayreuth Heißausbildung im Brandübungscontainer

Redaktion

65 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bayreuth, Laineck und Wolfsbach haben vom 21. bis 25. Juni die Möglichkeit einer „Heißausbildung“ in einem Brandübungscontainer genutzt, der im Auftrag des Landesfeuerwehrverbands Bayern für Standortausbildungen im Freistaat zur Verfügung steht.

Wie die Feuerwehr Bayreuth mitteilte, lernten, getreu dem Motto „Kenne deinen Gegner“, die Kameradinnen und Kameraden die verschiedenen Stadien eines Zimmerbrands zu erkennen.

Dies kann anhand des Brandherds selbst sowie anhand der sich ausbildenden Rauchschicht erfolgen und ist von hoher Wichtigkeit, da das Handeln des Trupps auf die jeweilige Situation angepasst werden muss, um sowohl den Eigenschutz als auch ein effizientes Löschen zu gewährleisten.

Der Einsatz als Atemschutztrupp im Innenangriff ist und bleibt eine der Königsdisziplinen aus dem Aufgabenspektrum der Feuerwehr. Wenngleich die Anzahl solcher Einsätze durch den vorbeugenden Brandschutz, allen voran den Rauchwarnmeldern in Privatwohnungen, glücklicherweise zurückgeht, ist es dennoch wichtig die Einsatzkräfte durch möglichst realitätsnahe Übungen regelmäßig zu schulen und Erfahrungen sammeln zu lassen.

Der Brandübungscontainer bietet hierfür eine sehr gute Möglichkeit, da dieser mit Holz befeuert wird und so hinsichtlich des Brandverlaufs, der Temperaturentwicklung und der Rauchzusammensetzung vergleichbare Charakteristika mit einem Zimmerbrand aufweist.

Für die Übungsteilnehmer galt es, den Verlauf vom Entstehungsbrand bis zum Vollbrand zu beobachten und potenzielle Gefahren, wie z. B. eine Rauchgasdurchzündung, zu erkennen. Auch die körperliche Belastung aufgrund der hohen Umgebungstemperatur sollte demonstriert werden.

So war trotz der vergleichsweise geringen Brandlast - als Brandgut für die Übung dienten gut zwölf Quadratmeter Presspanplatten - die Hitze durch die Schutzkleidung deutlich zu spüren und stieg durch die Abgabe von Löschwasser in den Brandraum sogar noch einmal deutlich an.

Nicht nur während des Einsatzes selbst, sondern auch beim Ablegen des Atemschutzgeräts stellen die giftigen Brandgase und Rußpartikel eine Gefahr für die Einsatzkräfte dar. So sammeln sich diese über die Dauer des Einsatzes in der Schutzkleidung an und können beim Ablegen aufgewirbelt und über die Atemwege bzw. beim direkten Kontakt über die Haut aufgenommen werden.

Um dies zu verhindern, war auch die richtige Technik beim Ablegen der Ausrüstung Teil der Schulung.

Ausbildungseinheiten wie diese stellen eine wichtige Ergänzung zu den regulären Übungsdiensten der Einsatzkräfte dar, um den immer mit Risiko behafteten Innenangriff unter Atemschutz sicherer gestalten zu können, so die Feuerwehr abschließend.

 

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