Alarm in Ludwigschorgast Feuerwehr-Einsatz mit Fragezeichen

Ein Feuer in einem Wohnhaus wird gemeldet. Zahlreiche Wehren rücken aus. Aber einen Brand können sie trotz Rauchs nicht finden.

In großer Zahl waren am Sonntag Feuerwehrleute nach Ludwigschorgast ausgerückt. Doch anders als es zunächst ausgesehen hatte, gab es in dem Haus keinen Brand. Foto: /Privat

Ludwigschorgast - Ein Feuerwehreinsatz am Sonntag in Ludwigschorgast gibt auch den erfahrensten Wehrleuten zu denken. Obwohl aus einem Haus im „Roter Weg“ in Ludwigschorgast Rauch gedrungen war, den auch die Einsatzkräfte noch selbst gesehen haben, fand sich keinerlei Zeichen für einen Brand.

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Gegen 10.12 Uhr am Sonntag ging bei der Integrierten Rettungsleitstelle Bayreuth-Kulmbach die Meldung ein, im „Roter Weg“ in Ludwigschorgast sei es in einem der Einfamilienhäuser zu einem Kaminbrand gekommen. Als die Ludwigschorgaster Feuerwehr am Einsatzort eintraf, sahen die Wehrleute, dass nicht nur aus dem Kamin, sondern auch aus dem Dach Rauch drang. Die Alarmierungsstufe wurde daraufhin erweitert. Zusätzlich wurden die Feuerwehren aus Kupferberg, Wirsberg, Untersteinach, Gumpersdorf und auch die Stadtsteinacher Wehr mit der Drehleiter nach Ludwigschogast geschickt. Kreisbrandmeister Yves Wächter übernahm die Einsatzleitung.

Doch der Trupp, den die Feuerwehren zuerst ins Haus schickten, fand keinerlei Hinweis auf ein Feuer. Auch durch eine Öffnung der Dachhaut und das Abnehmen einiger Ziegel kamen die Einsatzkräfte der Ursache für den Rauch nicht auf die Spur. Nachdem schließlich auch noch die Absuche des Kamins mit einer Wärmebildkamera kein Ergebnis brachte, zogen die Wehren schließlich wieder ab.

Yves Wächter kann sich den Qualm, den er beim Eintreffen am Einsatzort selbst noch gesehen hatte, nur so erklären, dass es vielleicht zu einer ungefährlichen Verpuffung im Kamin gekommen war. Die zweite Möglichkeit ist seiner Ansicht nach, dass die ungewöhnliche Wetterlage, die am Sonntag herrschte, auf den Kamin gedrückt hatte.