Aus einem eher lapidaren Einsatz heraus entwickelte sich doch noch eine etwas umfangreichere Geschichte, teilt die Polizei mit. Vergangene Nacht ging gegen 22.30 Uhr die Mitteilung über eine hilflose Person in der Schulstraße ein. Vor Ort konnte ein 33-Jähriger erkennbar Betrunkener vorgefunden werden. Das BRK rückte an und wollte ihn ins Klinikum Weiden einliefern. Die Streife sollte eigentlich begleiten.

Plötzlich meldeten sich zwei Zeugen, die in unmittelbarer Nähe einen Mann beobachteten, der eine Getränkeflasche gegen ein geparktes Auto schleuderte. Die Streife sprach ihn auf sein Verhalten an und verlangte seinen Ausweis. Es stellte sich heraus, dass die beiden Männer zusammen gehörten. Der Betrunkene reagierte ziemlich aufbrausend, beleidigte die Zeugen und drohte ihnen auch mit dem Tod.

Als der auf einen Zeugen zulief und mit geballten Fäusten angreifen wollte, ging die Streifenbesatzung dazwischen. Beim Festhalten wehrte sich der Mann massiv und schlug um sich. Eine Unterstützungsstreife wurde angefordert. Mit vereinten Kräften konnte der Mann gefesselt werden. Dann machte der Betrunkene weiter und beleidigte die Beamten.

Ein Alkoholtest bei dem 39-Jährigen erbrachte einen Wert von deutlich über ein Promille. Bei der Auseinandersetzung erlitt eine junge Kollegin eine leichte Knieverletzung. Beim Streifenpartner wurde das Diensthemd zerrissen.

Um die aggressive Stimmung abzubauen ging es anschießend in eine Arrestzelle. Auch dort zeigte er sich recht ungehalten. Während des Einsatzgeschehens aktivierten die eingesetzten Beamten die Body-Cam, die das Geschehen beweiskräftig aufzeichnete. Nach Rücksprache mit einem Staatsanwalt folgte eine Blutentnahme durch einen Arzt. Zugleich bescheinigte dieser die Haftfähigkeit des Mannes, der bis zum Morgen in der Zelle einsitzen musste.

Ihn erwartet nun ein umfangreiches Strafverfahren unter anderem wegen Widerstand, Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung.