Im Durchschnitt würden in Bayern bereits 45.000 Wildschweine pro Jagdjahr erlegt. Dennoch seien immer mehr bayerische Revierinhaber mit den Schäden durch Schwarzwild konfrontiert.Besonders betroffen ist der Bezirk Unterfranken. Dort werden jährlich bis zu 5.000 Tiere pro Landkreis erlegt. Verantwortlich für den Populationsanstieg sind nach Ansicht des BJV vor allem die milden Winter sowie der verstärkte großflächige Maisanbau. Die oft viele Hektar großen Maisfelder würden bis dicht an die Wälder reichen und dem Schwarzwild sowohl Deckung als auch ein Überangebot an Nahrung bieten. Laut Agrarbericht ist die Maisanbaufläche im Freistaat von 2000 bis 2009 um 73.000 auf 469.000 Hektar angewachsen.Weder Jäger noch Landwirte könnten das Schwarzwildproblem alleine lösen, hieß es beim BJV. Die Schäden zu minimieren sei aber auch "ureigenes Interesse" der Jäger, "da sie oft laut Pachtvertrag für die angerichteten Schäden zahlen" müssten. dapd/Foto: pa
Schwarzwild darf nicht aus dem Ruder laufen
Redaktion 17.02.2011 - 12:25 Uhr